Dauerzustand Rezession

Dauerzustand Rezession

Die in dieser Woche anstehenden Konjunkturindikatoren werden die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf den Euroraum aufzeigen und untermauern, dass sich die Region in der längsten Rezession seit der Schaffung der Gemeinschaftswährung befindet.

Das Bruttoinlandsprodukt der 17 Mitglieder umfassenden Europäischen Währungsunion ist laut der Median-Prognose von 39 Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News im ersten Quartal um 0,1 Prozent gesunken. Das wäre der sechste Quartalsrückgang in Folge und würde die 15 Monate währende Schrumpfung im Zeitraum 2008 bis 2009 während der Finanzkrise übertreffen.

Die Zahlen, die am Mittwoch vom europäischen Statistikamt in Luxemburg veröffentlicht werden, folgen auf eine Reihe nationaler BIP-Daten am selben Tag, die die Folgen des Stimmungseinbruchs und der Sparmaßnahmen seit dem Beginn der Krise deutlich machen dürften.
Während die Zusicherung der EZB, alles Notwendige tun zu wollen, um den Euro zu erhalten, die Stimmung an den Finanzmärkten verbesserte, lag das Wirtschaftsvertrauen im April auf einem Vier-Monats-Tief und die rekordhohe Arbeitslosigkeit unterstreicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwäche anhalten wird.

“Wir befinden uns derzeit in einem sehr kritischen Stadium und es gibt Indikatoren, dass die Unsicherheit wieder ansteigt”, sagte Jörg Krämer, Chefökonom bei der Commerzbank in Frankfurt. “Es ist entscheidend, dass die Eurozone so bald wie möglich die richtige Mischung zwischen notwendigen Sparmaßnahmen und Maßnahmen zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums findet”.

EU-Finanzminister diskutieren mal wieder

Am heutigen Montagnachmittag treffen sich die Finanzminister der Eurozone in Brüssel und wollen die wirtschaftliche Lage diskutieren. Die Europäische Kommission hatte ihre Prognose für 2013 auf eine Kontraktion von minus 0,4 Prozent nach unten revidiert. Die Finanzminister werden auch die Rettungsprogramme für Zypern und Spanien prüfen und wahrscheinlich Hilfszahlungen an Griechenland freigeben.

Am Freitag und Samstag vergangener Woche hatten sich die Finanzminister der G-7-Staaten in Großbritannien getroffen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Wachstumsaussichten ungleich seien und “eine Erholung der Weltwirtschaft nicht als selbstverständlich” angesehen werde dürfe. Am Vorabend des Treffens hatte US-Finanzminister Jacob J. Lew geäußert, die Europäer lägen mit den Bemühungen, ihre Konjunktur anzukurbeln immer noch zurück. Er rief dazu auf, “die richtige Balance” zwischen Sparmaßnahmen und Wachstumsförderung zu finden.

Im vierten Quartal hatte die Konjunkturschwäche auch Deutschland und Frankreich erreicht - beide Volkswirtschaften schrumpften. Das veranlasste die Politik, anzuerkennen, dass der harte Sparkurs gemildert werden müsse.

Im ersten Quartal ist die französische Volkswirtschaft mit einer Kontraktion um voraussichtlich 0,1 Prozent wieder in eine Rezession geraten. So lautet die Median-Prognose von 25 Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News. Das italienische BIP dürfte das siebte Quartal in Folge geschrumpft sein, und zwar um 0,4 Prozent. Dagegen dürfte Deutschland mit einem Wachstum von 0,3 Prozent einer Rezession entgangen sein.

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