Das passiert, wenn die USA von der Fiskalklippe springen ...

Das passiert, wenn die USA von der Fiskalklippe springen ...

Kurz vor Jahresende ringt die Politik in Washington um eine Budgeteinigung, um die sogenannte "Fiskalklippe" in letzter Minute zu verhindern. Sollten die Bemühungen aber scheitern, treten zur Jahreswende automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft.

Damit könnte der amerikanische Staat zwar sein Budgetdefizit senken, doch die Kaufkraft der für die US-Konjunktur so wichtigen Konsumenten würde schwinden. Ihnen stünde weniger Geld zur Verfügung, weil im Schnitt jeder Haushalt unabhängigen Schätzungen zufolge 3.500 Dollar (2.699,78 Euro) mehr Abgaben leisten müsste. Eine Vielzahl von Maßnahmen der "Fiskalklippe" träfe Bürger und Wirtschaft mit voller Wucht, wenn die Verhandlungen scheitern. Dann würde . . .

. . . die Einkommenssteuer für die meisten Amerikaner spürbar steigen, weil mit dem 31. Dezember eine Sonderregelung aus dem Jahr 2001 ausläuft: Wer bisher nur zehn Prozent zahlen musste, wird dann 15 Prozent an den Staat abführen müssen. Am oberen Ende stiege der Satz von bisher 35 auf 39,6 Prozent, die Erhöhungen im Mittelfeld wären proportional vergleichbar.

. . . die Lohnsteuer für rund 160 Millionen Arbeiter auf das alte Niveau von 6,2 Prozent zurückkehren. Sie war zuletzt auf 4,2 Prozent gesenkt worden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Doch auch diese Regelung ist bis zum 31. Dezember befristet.

. . . sich die Kapitalertragssteuer ebenfalls erhöhen, und zwar für die meisten Steuerzahler von 15 auf 20 Prozent. Geringverdiener, die bei solchen Einnahmen bisher gar nicht zur Kasse gebeten wurden, müssten dann zehn Prozent an den Fiskus abtreten. Die Dividendensteuer, die bisher in der Regel bei 15 Prozent lag, würde je nach Einkommen auf das Niveau der Einkommenssteuer angehoben - also bis auf maximal 39,6 Prozent.

. . . der Spielraum für Steuerabzüge begrenzt. Durch niedrigere Freibeträge könnten vor allem Besserverdienende weniger als bisher von der Steuer absetzen und müssten mehr Abgaben zahlen.

. . . die Erbschaftssteuer deutlich erhöht, und zwar von 35 auf 55 Prozent. Der Freibetrag würde spürbar gesenkt.

. . . die Unternehmenswelt weiter auf Steuererleichterungen beispielsweise für Forschungsausgaben warten müssen, die schon Ende 2011 ausgelaufen waren und neu aufgelegt werden sollen.

. . . Millionen Amerikanern die Arbeitslosenhilfe gestrichen. In der Wirtschaftskrise war die Unterstützung für Job-Suchende mehrfach verlängert worden, die Maßnahme läuft aber jetzt aus.

. . . Ärzten der Zuschuss für die Behandlung von Medicare-Patienten nicht mehr gewährt. Ohne diese staatliche Hilfe für Ältere und Behinderte blieben die Mediziner zum Teil auf Rechnungen für solche Patienten sitzen und könnten sie künftig abweisen.

. . . bei den Staatsausgaben massiv der Rotstift angesetzt. Bereits bei den Verhandlungen zur Anhebung der Schuldengrenze im vergangenen Jahr waren drastische Einsparungen in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Dienstes vereinbart worden.

. . . der amerikanische Staat schon zu Silvester seine derzeitige Schuldengrenze von 16,4 Billionen Dollar (12.650,42 Mrd. Euro) erreichen.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa