Das nächste Sparpaket - Was kommt jetzt auf die Griechen zu?

Das nächste Sparpaket - Was kommt jetzt auf die Griechen zu?

11,5 Milliarden Euro sollen unter anderem aus einem weiteren Personalabbau im öffentlichen Dienst, einer Verschlankung des Staates sowie zusätzlichen Kürzungen bei Pensionisten und Staatsbediensteten finanziert werden. Weitere zwei Milliarden Euro sind aus Steuererhöhungen geplant.

Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Athen. Das neue Sparpaket muss noch von den Kontrolleuren der internationalen Geldgeber (Troika) genehmigt werden. Die Verhandlungen darüber gehen am Montag in die Zielgeraden. Hier einige Eckpunkte des inoffiziellen Programms.

- Die Pensionisten müssen mit Kürzungen in Höhe von fast 4,8 Milliarden Euro rechnen. Das Weihnachtsgeld wird beispielsweise abgeschafft. Es war bereits von einer Monatsrente auf 400 Euro gekürzt worden. Die Pensionen der Bauern sollen von bisher 360 auf 330 Euro gekürzt werden.

- 1,5 Milliarden Euro werden wohl die Staatsbediensteten verlieren. Ihnen werden die jeweils verbliebenen 400 Euro vom Weihnachtsgeld sowie vom 14. Gehalt gestrichen. Viele Löhne und Gehälter sollen zwischen sechs bis 20 Prozent gekürzt werden. 15.000 Staatsbedienstete sollen in die Frühpensionierung gehen. Bis zum Eintritt des Pensionsalters erhalten sie dann 60 Prozent ihres letzten Gehalts.

- Im Gesundheitswesen sollen 1,5 Milliarden Euro gespart werden. Unter anderem sollen die Versicherten sich mit höheren Eigenbeiträgen beim Kauf von Medikamenten beteiligen. Zahlreiche Krankenhäuser sollen schließen. Andere sollen sich zusammenschließen.

- Die Gehälter der Angestellten der öffentlich-rechtlichen Betriebe, wie beispielsweise der Elektrizitätsgesellschaft (DEI), sollen denen der Staatsbediensteten angeglichen werden. Dies bedeutet für die Betroffenen nach Berechnungen der Gewerkschaften bis zu 30 Prozent weniger Geld. Die Ausgaben der Ministerien sollen um 25 Prozent gekürzt werden. Die Müllabfuhr soll privatisiert werden. Schulen sollen schließen oder zusammengelegt werden. Um 250 Milliarden Euro soll das Budget des Verteidigungsministeriums schrumpfen.

- Die Steuern auf Zinsen für Geldanlagen sollen von heute zehn auf 15 Prozent steigen. Die Tabaksteuer soll zum vierten Mal innerhalb von vier Jahren steigen. Allen Freiberuflern sollen der Steuerfreibetrag in Höhe von 5.000 Euro gestrichen werden.

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