Copyright für „Mein Kampf“ läuft 2015 ab

Copyright für „Mein Kampf“ läuft 2015 ab

Werke gehen 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers in das Allgemeingut über - das gilt im Frühjahr 2015 auch für Adolf Hitlers "Mein Kampf".

Nach deutschem Urheberrecht gehen Werke 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers in das Allgemeingut über – das ist gut für das Bildungssystem, wenn es um den freien Zugang zu Werken von Goethe und Schiller geht, stellt den Staat aber nun vor ein Problem: Denn im Frühjahr 2015 jährt sich der Tod von Adolf Hitler zum 70. Mal; somit müsste seine NS-Propagandaschrift „Mein Kampf“ ebenfalls diesem Gesetz unterliegen, es wäre dann frei verfügbar.

Derzeit liegen die Rechte für das Buch beim Freistaat Bayern, zumal der Diktator im südlichen Bundesland seinen zuletzt gemeldeten privaten Wohnsitz hatte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte man sich darauf geeinigt, dass – unabhängig vom Testament des Kriegsverbrechers – Bayern sein gesamtes Vermögen konfiszieren darf. Seitdem steht das Werk in Deutschland auf dem Index der verbotenen Bücher, seit 1945 wurden keine Exemplare mehr legal verkauft. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Hassschrift, die den „Rassenkampf“ und den Anschluss Österreichs propagiert, zum internationalen Bestseller avancierte: Zwölf Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft, das Buch in etliche Sprachen übersetzt; geschrieben wurde es von Hitler während seiner Gefangenschaft im Jahr 1924.

Nun wird in Deutschland darüber diskutiert, wie man mit dem Verfall des Urheberrechts umgehen soll. Zwar wurde bereits 2010 mit der Arbeit an einer kommentierten Fassung für Bildungszwecke begonnen, die Finanzierung dafür im Jahr 2013 aber wieder eingestellt. Indes ist es für Bürger ein Kinderspiel, mittels einer simplen Google-Suche ein Exemplar von „Mein Kampf“ im Internet zu finden – ohne Hinweise auf die Verbrechen, die auf Basis dieses Werks verübt wurden.

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