China-Investitionen rollen an

China-Investitionen rollen an

Direktinvestitionen sollen bis 2020 auf bis zu 1.600 Milliarden Euro steigen

Europa kann sich trotz Schuldenkrise einer Studie zufolge in den kommenden Jahren auf einen regelrechten Investitionsboom aus China einstellen. Die Direktinvestitionen der Volksrepublik in Europa dürften sich im Zeitraum von 2010 bis 2020 auf eine bis zwei Billionen Dollar (801 bis 1.602 Milliarden Euro) erhöhen, schätzt die New Yorker Beratungsfirma Rhodium Group in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung. 2011 waren die Direktinvestitionen auf zehn Mrd. Dollar hochgeschossen. Allein für Übernahmen, Fusionen oder andere Standortprojekte dürften die Chinesen im laufenden Jahrzehnt frisches Kapital in Höhe 250 bis 500 Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Voraussetzung sei allerdings, dass es nicht zum Zusammenbruch der Euro-Zone komme.

Die chinesischen Unternehmen wollen ihre Investitionssummen zum Kauf von Marken und Technologien erhöhen, um sich Wettbewerbsvorteile auf ihrem Heimatmarkt zu sichern. "Die meisten chinesischen Firmen investieren mit einer langfristigen Perspektive. Das Wichtigste, das Europa tun muss, um die chinesischen Investitionen zu bekommen, ist die Strukturprobleme anzugehen", sagte Studien-Autor Thilo Hanemann. Die derzeitigen Investitionen Chinas haben der Studie zufolge bisher 45.000 Arbeitsplätze hervorgebracht. Der Autor warnte jedoch auch vor negativen Konsequenzen der Investitionsflut: Europa dürfte im Falle eines heftigen chinesischen Konjunkturabschwungs deutlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem könnten die Kapitalströme nationale Sicherheitsbedenken in den europäischen Ländern auslösen.

In der deutschen Bundesrepublik war China 2011 bereits der Top-Investor. 158 Unternehmen aus der Volksrepublik siedelten sich im vergangenen Jahr neu an, hatte die für das Standortmarketing der Bundesrepublik zuständige Gesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) Mitte März mitgeteilt.

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