China will Einstieg bei europäischen Autozulieferern erzwingen

China will Einstieg bei europäischen Autozulieferern erzwingen

Die lokale chinesische Autoindustrie kämpft mit massiven Absatzproblemen. Um dem etwas entgegenzusetzen, will die chinesische Regierung zu einem besonders postkommunistischen Schlag ausholen. Sie will bei europäischen Zulieferern einsteigen und so auf legale Weise Industriespionage betreiben und vom Umsatz der ausländischen Zulieferer profitieren.

Die chinesische Automobilindustrie kommt in Sachen Qualität und Service einfach nicht vom Fleck. Erst vor kurzem hat der chinesische Automobilverband weitere Absatzrückgänge für lokale Autobauer und Zulieferer bekanntgegeben. Der Grund sei mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.

Nun plant die chinesische Regierung dennoch zu Wachstum und Know How zu kommen. "Der chinesische Staat hat einigen Zulieferern vorgeschrieben, dass sie ihre chinesischen Töchter nicht mehr allein betreiben dürfen, sondern künftig nur als Gemeinschaftsunternehmen", sagte Stefan Wolf, Chef des Dichtungsherstellers ElringKlinger der "Stuttgarter Zeitung".

Sein Unternehmen sei nicht betroffen, er wisse aber von drei größeren Zuliefererfirmen, die sich nun einen chinesischen Partner suchen müssten. Dies sei ein Angriff auf geistiges Eigentum: "50 Prozent der Firma werden einem weggenommen - es ist quasi eine Enteignung".

ElringKlinger ist der weltgrößte Hersteller von Zylinderkopfdichtungen und hat im vergangenen Jahr knapp 1,2 Milliarden Euro umgesetzt.

Hohe Strafen für deutsche Automobilhersteller

Erst vor wenigen Tagen hat die chinesische Anti-Monopol-Behörde deutsche Automarken neuerlich den Kampf angesagt und wollen diesen mit hohen Bußgeldstrafen zusetzen. Ihre Begründung: Die Konzerne habe über ihre Vertragshändler Ersatzteile und Werkstattleistungen überteuert an die Endkunden verkauft.Nach den von den Kartellwächtern verurteilten Konzernen Audi und BMW muss nun auch Mercedes-Benz mit einer Bußgeldstrafe rechnen.

Um mehr als 1.000 Prozent Preisaufschlag?

So soll Mercedes Ersatzteile für die in China hergestellte C-Klasse in der ostchinesischen Provinz Jiangsu sogar um 1273 Prozent überteuert verkauft.

Etliche ausländische Autokonzerne, unter ihnen zwölf japanische Teileproduzenten und Dutzende Vertragshändler in China, warten bereits auf Bußgeldbescheide. Bisher mussten nur vier BMW-Händler wegen Übervorteilung der Kunden zusammen rund 200.000 Euro zahlen.

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