CDU-Budgetexperte empfiehlt Italien Rückkehr zur Lira

CDU-Budgetexperte empfiehlt Italien Rückkehr zur Lira

„Wenn es nicht gelingt, die Mehrheit der Bevölkerung eines Landes davon zu überzeugen, dass sie selbst eingegangene Verpflichtungen bezüglich der Funktionsweise der gemeinsamen Währung auch einhalten muss, kann man nicht von außen nach Neuwahlen rufen, sondern muss das Land zur eigenen Währung zurückkehren lassen“, sagte Willsch dem "Handelsblatt".

Der Euroraum müsse offen sein für Veränderungen, sagte Willsch weiter. „Wenn wir zu einem friedlichen und respektvollen Miteinander in Europa zurückkehren und das Selbstbestimmungsrecht der Völker ernst nehmen wollen, müssen wir die Euro-Europa-Ideologie aufgeben“, betonte er. „Eine Währungsunion wird nur überleben, wenn sie all ihren Gliedern nützt.“

Der CDU-Abgeordnete ist Obmann seiner Fraktion im Haushaltsausschuss. Bis zur Euro-Schuldenkrise verrichtete er dort seine Arbeit ohne größeres öffentliches Aufsehen. Mittlerweile aber ist der Politiker einer der Wortführer der Rettungskritiker in der Unionsfraktion.

Auch gegen Griechenland wetterte er schon des öfteren: "Ich halte es für ausgeschlossen, dass Griechenland, die Kredite die es jetzt bekommen hat, wird zurückzahlen können", sagte er. Die ganze Rettungsschirmpolitik sei verfehlt. Willsch stimmte bereits gegen den Entschließungsantrag der Koalition zur Griechenland-Hilfe.

Napolitano versucht zu beruhigen

Derweil trat der scheidende italienische Präsident Giorgio Napolitano Befürchtungen entgegen, von seinem Land könnte wegen der schwierigen Regierungsbildung eine Gefahr für die Euro-Zone ausgehen. Es gebe kein Ansteckungsrisiko, sagte das italienische Staatsoberhaupt am Donnerstag in Berlin. "Denn wenn man ansteckend sein will, muss man ja zuerst einmal krank werden." Italien sei aber nicht krank.

Allerdings räumte Napolitano ein, dass ein schwieriges Wahlergebnis vorliege. Trotzdem versicherte er: "Ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen eine italienische Regierung gebildet werden wird." In Italien wurden derweil neue Ermittlungen gegen Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi bekannt.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa