Brief an Merkel: Edward Snowden bietet Deutschland seine Mitarbeit an

Brief an Merkel: Edward Snowden bietet Deutschland seine Mitarbeit an

Edward Snowden und die moralische Pflicht zu handeln. Der frühere NSA-Mitarbeiter hat Deutschland in einem Brief seine Mitarbeit bei der Aufklärung der Spionageaffäre angeboten.

Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden sieht sich durch die internationale Debatte über amerikanische Ausspähaktionen in seinem Handeln bestätigt. Das geht aus einem Brief Snowdens an die Bundeskanzlerin, den Generalbundesanwalt und den Bundestag hervor, den der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele am Freitag in Berlin veröffentlichte.

Ströbele hatte Snowden am Donnerstag in Moskau getroffen. "Der Nutzen für die Gesellschaft aus diesen gewonnenen Erkenntnissen wird zunehmend klarer; gleichzeitig wurden die in Kauf genommenen Risiken sichtlich vermindert", heißt es in dem Brief. Snowden erklärte sich bereit, zur Aufklärung der Spionageaffäre beizutragen. "Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen in Ihrem Land, sobald die Situation geklärt ist und danke Ihnen für Ihre Bemühungen, das internationale Recht zu wahren."

Snowden teilt in dem Brief mit, dass er sich durch die internationale Reaktion auf die Veröffentlichung der von ihm von der NSA entwendeten Dokumente über Ausspähaktionen "ermutigt" sehe. "Diese Spionage-Enthüllungen zogen viele Vorschläge zu neuen Gesetzen und Richtlinien nach sich, die auf den vormals verdeckten Missbrauch des öffentlichen Vertrauens abzielten", heißt es in einer deutschen Übersetzung des Briefes. Er habe die moralische Pflicht zum Handeln gesehen. Als Folge der Veröffentlichungen sehe er sich aber einer "schwerwiegenden und anhaltenden Hetze ausgesetzt". Deshalb sei er nach Moskau gereist, wo er ein befristetes Asyl genieße.

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