Boom bei Turkish Airlines: 117 neue Jets müssen her

Boom bei Turkish Airlines: 117 neue Jets müssen her

Turkish Airlines nutzt nach einem starken Jahr die volle Kasse, um seine Flugzeug-Flotte auszubauen. Der Vorstand hat entschieden, bei Airbus insgesamt 117 Mittelstrecken-Jets zu ordern. Die Bestellung von 82 Fliegern sei verbindlich, für weitere 35 habe sich das Unternehmen Optionen gesichert.

Die Modelle basieren auf dem Airbus-Bestseller A320. Turkish bestellt 25 A321, vier der neuen A320 NEO und 88 A321 NEO. Die Jets kosten laut Airbus-Preisliste pro Stück 100 bis 117 Millionen Dollar - für gewöhnlich räumen die Hersteller aber Rabatte ein. Nach Angaben der EADS-Tochter ist es die größte Order, die Turkish je bei Airbus abgegeben habe. Ausgeliefert werden die Flugzeuge ab 2015.

Turkish kann sich die Bestellung leisten: 2012 flog die Airline dank eines Passagier-Ansturms in neue Gewinnhöhen. Unter dem Strich stand ein Konzernüberschuss von 1,1 Milliarden Türkischen Lira (480 Millionen Euro). Im Jahr zuvor waren es nur 19 Millionen Lira gewesen. Der Umsatz schnellte um ein Viertel auf 14,9 Milliarden Lira (6,3 Milliarden Euro) nach oben. Turkish profitiert vom rapiden Expansionskurs der vergangenen Jahre, durch den die in Istanbul ansässige Fluglinie sich zu einem ernstzunehmenden Rivalen der großen europäischen Anbieter wie Lufthansa, Air France-KLM oder Emirates vom Persischen Golf mauserte.

Allein im abgelaufenen Jahr nahm Turkish 32 neue Ziele ins Streckennetz auf und verfügt - ohne die bestellten Flieger - über eine Flotte von 202 Maschinen. Das Wachstum schlägt sich in den Passagierzahlen nieder. 2012 beförderte die Fluggesellschaft 39 Millionen Fluggäste - ein Plus von einem Fünftel. Zum Vergleich: Die Lufthansa begrüßte zusammen mit ihren Tochter-Airlines Germanwings, Swiss und Austrian 2,4 Prozent mehr Passagiere - insgesamt waren es 103 Millionen.

Die türkische Vorzeige-Fluglinie und die Lufthansa sondieren seit Herbst eine vertiefte Kooperation. Welches Ausmaß der Schulterschluss haben soll, ist aber noch unklar. In der Lufthansa-Führungsetage wird das Modell eines Joint Ventures auf bestimmten Strecken favorisiert, bei dem Verbindungen und Umsätze geteilt werden. Solche Vereinbarungen haben die Frankfurter bereits auf den Nordatlantik-Strecken mit der US-Airline United und nach Japan mit All Nippon. Bis dahin ist es offenbar noch ein weiter Weg. Derzeit gebe es keine konkreten Projekte mit den Türken, sagte Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne jüngst.

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