Boko Haram schlägt wieder zu - Mindestens 30 Tote

Boko Haram schlägt wieder zu - Mindestens 30 Tote

Nigeria kommt nicht zur Ruhe: Am Sonntag überfielen Mitglieder der islamistischen Terrorgruppierung Boko Haram einen Gottesdienst, bei neuen Angriffen attackierten sie nun ein Dorf, zündeten Häuser an und töteten mindestens 30 Menschen.

Bei neuen Angriffen der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram sind im Nordosten Nigerias mindestens 30 Menschen getötet worden. Die Attacken auf drei Dörfer im Bundesstaat Borno ereigneten sich nach Angaben von Bewohnern am Dienstag.

Die Angreifer seien in Militäruniformen gekleidet mit Autos und Motorrädern in die Ortschaften eingedrungen und hätten auch zahlreiche Häuser angezündet, sagten Zeugen der Nachrichtenagentur NAN. Eine offizielle Bestätigung für die Angriffe gab es zunächst nicht. Islamisten haben auch Gottesdienst überfallen und 13 Menschen getötet

Bei einem Angriff mutmaßlicher Islamisten auf eine Kirche im Nordosten Nigerias sind nach Angaben vom Montag 13 Menschen getötet worden. Mehr als zehn Angreifer hätten am Sonntag den Gottesdienst im Dorf Attangara überfallen, sagte eine Augenzeugin. "Während der Messe hörten wir Schüsse und alle flohen - einige durch die Fenster - und liefen in den Busch." Mitglieder einer Bürgerwehr hätten die Angreifer verfolgt und vier getötet. Aus Polizeikreisen verlautete, bei dem Überfall seien neun Dorfbewohner ums Leben gekommen.

Noch immer mehr als 200 Mädchen in ihrer Gewalt

Attangara liegt nahe der Grenze zu Kamerun und damit in einem Gebiet, wo die radikale Boko Haram ihre Hochburg hat. Die Islamisten haben in den vergangenen fünf Jahren Tausende Menschen getötet. Die Gruppe hält weiter mehr als 200 Mädchen in ihrer Gewalt, die sie Mitte April aus einer Schule entführt hatte.

Der Name Boko Haram bedeutet übersetzt "Westliche Erziehung ist Sünde". Häufig benutzen die Extremisten militärische Kleidung und Ausrüstung, um die Menschen zu verwirren. Die Gruppe will im Norden Nigerias einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia einrichten und verübt seit Jahren immer wieder schwere Anschläge. Allein in diesem Jahr sollen dabei bis zu 2.000 Menschen getötet worden sein.

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