Boko Haram entführt erneut 22 Frauen

Boko Haram entführt erneut 22 Frauen

Noch immer wird nach den vermutlich mehr als 200 Schülerinnen gesucht, die Anfang April von der Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria verschleppt wurden. Nun haben die Terroristen erneut mindestens 22 Frauen in ihre Gewalt gebracht, berichtet der nigerianische TV-Sender "Television Continental" in Lagos. Am Wochenende tötete das Militär 50 Kämpfer von Boko Haram und stellte zahlreiche Waffen und Munition sicher.

Wohin die Frauen gebracht wurden, blieb unklar, auch zu den Kidnappern gab es zunächst keinen Kontakt. Nach Angaben eines Mitglieds einer Bürgerwehr, Alhaji Tar, fand der Überfall bereits am Samstag statt. Drei Dorfbewohner, die versucht hätten, die Frauen vor den Angreifern zu schützen, seien ebenfalls entführt worden, hieß es. Die Behörden ermittelten in dem Fall, sagte am Dienstag ein Regierungsfunktionär, der anonym bleiben wollte. "Wir müssen uns noch ein genaues Bild von der Tat machen, und dann entscheiden wir, welche Maßnahmen ergriffen werden", betonte er.

"Die Angreifer sind auf Motorrädern und in Fahrzeugen gekommen. Sie hatten schwere Waffen dabei", sagte ein Bürger des Dorfes Dikway, aus dem die Frauen verschleppt wurden. "Sie hatten es auf Mädchen und junge Mütter abgesehen, ältere Frauen haben sie in Ruhe gelassen." Die Extremisten seien tagsüber über das Dorf hergefallen, fügte der Zeuge hinzu. Die Täter hätten auch zahlreiche Häuser angezündet.

Ein Vertreter einer örtlichen Organisation sprach sogar von 40 jungen Müttern, die ausgewählt und in Fahrzeugen weggebracht wurden. Demnach könnte es sich um Verschleppungen handeln, bei denen die Entführer im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln dutzende Rinder verlangen. Das sei schon oft vorgekommen, sagte der Vertreter der Organisation, die Hirten vertritt.

Die Boko Haram ("Westliche Erziehung ist Sünde") will einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia (Islamisches Recht) errichten. Die Gruppe verübt immer wieder schwere Anschläge. Kurz nach der Entführung der Schülerinnen hatte sie gedroht, diese als Sklavinnen verkaufen zu wollen. Trotz intensiver Suche auch mit internationaler Hilfe fehlt von den Mädchen weiter jede Spur. Militär tötete 50 Kämpfer von Boko Haram

Das nigerianische Militär hat am Wochenende im Nordosten des Landes mindestens 50 Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram getötet. "Die Terroristen waren auf dem Weg, um mehrere Dörfer anzugreifen, aber in der Nähe von Bilta im Bundesstaat Borno sind sie in einen Hinterhalt unserer Truppen geraten", sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Chris Olukolade, am Montag.

Es seien unter anderem auch 30 Gewehre, Dutzende Handgranaten, sieben Maschinengewehre und Munition sichergestellt worden. Vier Soldaten, die bei den Kämpfen verletzt worden seien, würden derzeit ärztlich behandelt, erklärte Olukolade.

Die sektenartige Gruppe Boko Haram ("Westliche Erziehung ist Sünde") will einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia (Islamisches Recht) einrichten. Sie verübt immer wieder schwere Anschläge. Sie hatte kurz nach der Entführung der Schülerinnen gedroht, diese als Sklavinnen verkaufen zu wollen. Trotz intensiver Suche auch mit internationaler Hilfe fehlt von den Mädchen weiter jede Spur.

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