Bill Clinton-Show für Barack Obama

Bill Clinton-Show für Barack Obama

Nach einem flammenden Plädoyer von Ex-US-Präsident Bill Clinton für seinen Parteifreund Barack Obama haben die Demokraten den Amtsinhaber offiziell ins Rennen um die Wiederwahl geschickt.

Der unter Demokraten als Sinnbild einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik geltende Clinton verteidigte die Politik Obamas in dessen von der Rezession getrübten ersten Amtszeit und erntete damit tosenden Applaus unter Tausenden Teilnehmern des Parteitags in Charlotte. Mit überwältigender Mehrheit nominierten die Delegierten anschließend Obama als ihren Kandidaten. Ob dieser parteiinterne Rückhalt zu einer Wiederwahl am 6. November reicht, ist allerdings ungewiss. In Umfragen liegen Obama und der Republikaner Mitt Romney Kopf an Kopf.

Clinton begeisterte die Demokraten in einer 50-minütigen Rede, in der der 66-Jährige Beobachtern zufolge noch einmal zu rhetorischer Höchstform auflief. Obama könne nicht für die schlechte Wirtschaft verantwortlich gemacht werden, die er bei Amtsantritt übernommen habe, sagte Clinton. Der Applaus brandete noch einmal auf, als Obama nach Clintons Rede die Bühne betrat und sich die beiden Politiker umarmten. Vor Bill Clinton hatte schon Obamas Frau Michelle die Delegierten mit einem kraftvollen Wahlappell mitgerissen. Am Donnerstag soll der Parteitag in der Dankesrede Obamas gipfeln.

Innerparteilicher Streit über Nahost

Am Mittwoch stritten die Demokraten zunächst über ihre Haltung im Nahostkonflikt. Auslöser der Debatte war ein gestrichener Passus im Parteiprogramm, in dem Jerusalem als Hauptstadt Israels bezeichnet wurde. Nach Protest von Obama und Kritik von den Republikanern wurde der Text wieder ins Programm genommen. Der Status Jerusalems ist einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Israelis und Palästinensern. Israel hält den Osten der Stadt seit 1967 besetzt. Die meisten Staaten - darunter die USA - erkennen Jerusalem als Hauptstadt nicht an und haben ihre Botschaften in Tel Aviv. Jerusalem als Hauptstadt zu bezeichnen ist ein deutliches Zeichen, Israel zu unterstützen.

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