Bild-Schlagzeile in eigener Sache: Tschüs, ihr Jobs!

Bild-Schlagzeile in eigener Sache: Tschüs, ihr Jobs!

Der Medienkonzern Axel Springer dürfte bei der Bild-Zeitung bis zu 200 Arbeitsplätze streichen. Die Probleme am deutschen Printmarkt machen Einsparungen notwendig.

Axel Springer zieht einem Medienbericht zufolge Konsequenzen aus der Flaute auf dem Printmarkt und plant massive Einsparungen sowie einen Stellenabbau bei der "Bild"-Zeitung. Es gehe um 20 Millionen Euro, sagten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen dem Magazin "Spiegel". Demnach könnten bei der "Bild"-Gruppe 170 bis 200 Arbeitsplätze gestrichen werden. Zugleich würden strukturelle Änderungen geprüft. In der Diskussion sei, den Lokalteil der Berliner "Bild" zusammen mit der "B.Z." zu erstellen oder die "B.Z" mit der "Bild Berlin-Brandenburg" zusammenzuführen. Für die Finanzierung des Umbaus habe der Berliner Medienkonzern fürs laufende Jahr 50 Millionen Euro zurückgestellt.

Ein Springer-Sprecher nannte die Zahlen zu Sparplänen und Personalabbau falsch und ohnehin zu hoch. Zugleich bestätigte er, dass Stellenstreichungen in verschiedenen Szenarien geprüft würden und es noch keine Entscheidungen dazu gebe. Dies hört sich nach einem Richtungswechsel an. Im März hatte Springer-Chef Mathias Döpfner noch betont: "Es gibt kein Stellenabbau-Programm."

Verlagerung ins Netz

Springer verlagert angesichts rückläufiger Printauflagen und damit sinkender Anzeigenerlöse sein Geschäftsmodell immer stärker ins Netz. Allein die Auflage der langjährigen Springer-Kassenschlager "Bild" und "BZ" brach im ersten Quartal um acht Prozent ein. "Der Jahresauftakt im Printgeschäft war nicht einfach", gab Döpfner bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Dienstag zu.

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