Bertelsmann verzichtet auf Börsegang

Bertelsmann verzichtet auf Börsegang

Der Medienkonzern Bertelsmann strebt einem Medienbericht zufolge nicht an die Börse.

"Der Börsengang ist vom Tisch. Die Familie will keinen IPO", zitierte das "Handelsblatt" einen Vertrauten der Eigentümerfamilie Mohn. "Für einen Börsengang fehlt dem Konzern zudem eine kontinuierliche Wachstumsstory", hieß es zur Begründung.

Ein Bertelsmann-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf Äußerungen von Firmenchef Thomas Rabe vom Freitag. Rabe hatte gesagt, für die Finanzierung der strategischen Stoßrichtungen stünden die erforderlichen Mittel zur Verfügung. Der Konzernchef von Eigen- und Fremdkapital sowie projektbezogenen Finanzierungen mit Partnern.

Der Zeitung zufolge wollen Liz Mohn und ihr Sohn Christoph bei der Finanzierung von Zukäufen neben Eigenkapital auch Fremdkapital beispielsweise über Unternehmensanleihen aufnehmen. Dafür würden sie eine höhere Verschuldung in Kauf nehmen. "Den Verschuldungsgrad auf 3,2 zu erhöhen, ist für den Konzern kein Problem", zitierte das Blatt einen Mohn-Vertrauten. Bislang habe als Regel gegolten, dass das Verhältnis der wirtschaftlichen Schulden zum operativen Ergebnis (Ebitda), im Finanzjargon auch Leverage-Faktor genannt, maximal 2,5 betragen kann. Im ersten Halbjahr hatten schwache Werbe- und Anzeigenmärkte in vielen europäischen Ländern Bertelsmann zu schaffen gemacht.

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