Beamte machen Air Berlin zu schaffen

Beamte machen Air Berlin zu schaffen

Die Übersiedlung weiterer Behörden von Bonn nach Berlin bedeutet für Deutschlands zweitgrößte Airline einen weiteren Druck auf das Ergebnis.

Berlin. Der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckenden Fluggesellschaft Air Berlin droht einem Zeitungsbericht zufolge ein neuer Rückschlag. Das Geschäft mit Dienstreisen von deutschen Ministerialbeamten zwischen den Behördensitzen Bonn und Berlin nähere sich dem Ende, berichtete das "Handelsblatt" aus Düsseldorf vorab aus seiner Montagausgabe.

Schon im Juni wolle Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) offiziell bekanntgeben, dass bald sämtliche politisch bedeutsamen Arbeitsplätze von Bonn nach Berlin verlegt würden. Ein Ministeriumssprecher bestätigte demnach den Plan. Eine konkrete Zahl sei aber noch nicht ausgehandelt. Beobachter fürchteten zudem, dass es ähnliche Pläne auch im Bundesministerium für Bildung und Forschung gebe, das seinen Hauptsitz derzeit noch in Bonn hat, berichtete das "Handelsblatt" weiter. Folge Ministerin Johanna Wanka (CDU) dem Vorbild de Maizieres und hole einen Großteil der Bonner Beamten nach Berlin, würden jährlich 1950 weitere Dienstreisen zwischen Bonn und Berlin entfallen. Air Berlin gab der Zeitung keine Auskunft. "Zu Verträgen mit Dritten äußern wir uns nicht detailliert", sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Dem Bericht zufolge verlor der sogenannte Beamtenshuttle, auf dem die Bundesministerien Flugkontingente zwischen den Flughäfen Köln-Bonn und Berlin-Tegel buchen, bereits im vergangenen Jahr an Kundschaft. Da sich die Zahl der Bonner Ministerialbeamten um 1.160 auf 6.933 reduziert habe, sei die Zahl der Dienstreisen deutlich gesunken. Im Jahr 2014 solle sich die Zahl um weitere 1.433 Bonn-Berlin-Trips verringern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf den sogenannten Teilungskostenbericht der deutschen Bundesregierung.

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