Bankenrettung in Zypern kostet zehn Milliarden Euro

Bankenrettung in Zypern kostet zehn Milliarden Euro

Allein zehn Milliarden Euro des geplanten Zypern-Hilfspakets von gut 17 Milliarden Euro entfallen nach einem Zeitungsbericht auf die Bankenrettung.

Dies berichtete "Die Welt" unter Berufung auf ein internes Papier der EU-Kommission. "Wenn die Kosten der Bankenrekapitalisierung vollständig vom Staat getragen werden, wird der Schuldenstand des Landes auf 145 Prozent im Jahr 2014 steigen", heißt es in dem Papier dem Bericht zufolge. Das wecke Sorgen um die Schuldentragfähigkeit.

Vor zwei Wochen hieß es in deutschen Medien unter Berufung auf ein Gutachten der Investmentgesellschaft Pimco im Auftrag der Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds, die Geldinstitute des Inselstaates brauchten je nach Risikoszenario zwischen 5,9 und 8,8 Milliarden Euro.

Der Entwurf einer Absichtserklärung (MoU) für Anpassungen, denen sich Zypern als Voraussetzung für ein Hilfsprogramm stellen muss, sieht der "Welt" zufolge bis 2016 insgesamt Sparmaßnahmen in Höhe von sieben Prozent der Wirtschaftsleistung vor. Die Schuldenquote werde dann bei rund 140 Prozent am Ende der Programmlaufzeit 2015 und bis 2020 bei rund 125 Prozent liegen.

Mit dem Thema Zypern beschäftigen sich auch die Finanzminister der Euro-Zone bei ihrem Treffen am Montag. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte jüngst in einem Reuters-Interview gesagt, es wäre schön, wenn bis zur Osterpause eine Entscheidung über das Paket stehe. Ob Zypern für die Euro-Zone insgesamt systemrelevant sei - eine Voraussetzung für Hilfen der Euro-Partner - sei eine Frage, die die Troika beantworten müsse. Das Hauptproblem des Landes ist dem Minister zufolge der überdimensionierte Bankensektor.

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