Bank of America empfiehlt Irland und Italien den Euro-Exit

Bank of America empfiehlt Irland und Italien den Euro-Exit

Zu diesem Ergebnis kommt Bank of America Merrill Lynch (BofA) in einer Kosten-Nutzen-Analyse, die zudem konstatiert, dass der Markt die Möglichkeit “freiwilliger Ausstiege” aus der Eurozone unterschätzt.

“Unsere Analyse hat einige überraschende Einsichten gebracht, die selbst jene Leser interessant finden sollten, die unsere Schlussfolgerung ablehnen”, schrieben die Devisenstrategen David Woo und Athanasios Vamvakidis. Nach ihrer - unter Einbeziehung der Spieltheorie zustande gekommenen - Einschätzung hat Italien eine bessere Chance als andere Länder, die Eurozone geordnet zu verlassen und von verbesserter Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum zu profitieren.

Deutschland sei zwar das Land, das am leichtesten die Eurozone verlassen könne, urteilten die Strategen. Jedoch habe es den geringsten Anlass dazu, weil es dann mit schwächerem Wirtschaftswachstum und möglicherweise höheren Anleihezinsen rechnen müsse. Auch Österreich, Finnland und Belgien hätten wenig Grund, die Eurozone zu verlassen. Unter den von der Krise direkt betroffenen Ländern habe am allerwenigsten jedoch Spanien einen Anlass, über einen Austritt nachzudenken, sind Woo und Vamvakidis überzeugt.

Geordneter Rückzug

Die Analyse basiert auf der Überlegung, welche Eurozonen-Länder sich in einem geordneten Verfahren aus der Gemeinschaftswährung zurückziehen könnten und wie sich das auf ihr Wirtschaftswachstum und ihr Zinsniveau auswirken würde.

Irland und Italien kamen so auf einen Durchschnittswert von 3,5, während Griechenland 5,3 und Deutschland als Spitzenreiter 8,5 erhielt. Je niedriger die Zahl, desto stärker würde ein Land vom Ausstieg profitieren.

Woo und Vamvakidis kommen mit der Spieltheorie zu dem Schluss, dass Deutschland Italien zwar “bestechen” könnte, in der Eurozone zu bleiben und so die Belastung eines Austritts verhindern. Die Fähigkeit dazu sei jedoch limitiert, denn Italien habe mehr Anreize als Griechenland, die Eurozone zu verlassen. Für Deutschland könnte die Entschädigung zu teuer werden. Und die Italiener könnten es zudem stärker noch als die Griechen ablehnen, die Bedingungen für einen Verbleib zu akzeptieren. “Wenn unsere Schlussfolgerung sich als richtig erweist, könnte dies für die Märkte in den kommenden Monaten negative Auswirkungen haben”, vermuten sie.

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