"Auch auf dem Rückweg kann man noch abstürzen"

"Auch auf dem Rückweg kann man noch abstürzen"

Die EU habe zwar "allen Grund zur Zuversicht", dass sie die Euro-Krise bewältigen könne, sagte Barroso. "Es ist jedoch wie beim Bergsteigen: Auch auf dem Rückweg kann man noch abstürzen."

Das größte Risiko liege aber weniger auf der wirtschaftlichen als vielmehr auf der politischen Seite. "Wenn Länder politisch instabil werden, wenn es keine handlungsfähige Regierung gibt, ziehen sich die Anleger sofort zurück. So rutschte zum Beispiel Italien durch eine instabile Regierung in die Krise, die es jetzt überwindet."

Der Kommissionspräsident forderte die Regierungen in Frankreich und Italien auf, den Reformkurs nicht zu verlassen. "Ich beobachte mit Sorge, dass zum Beispiel Italien und Frankreich in den vergangenen 20 Jahren an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt haben."

Kritik übte Barroso auch an der griechischen Regierung. Das Land habe zwar "in den vergangenen Jahren unglaublich viel geleistet". "Aber es ist auch wahr, dass einige Reformen noch nicht umgesetzt worden sind. Da muss Athen noch liefern." Der Kommissionspräsident sprach sich gegen einen zweiten Schuldenschnitt Athens aus.

Niedrige Zinsen Gefahr für Versicherungen

Die Ratingagentur Moody's hat indes vor Gefahren für die deutsche Versicherungswirtschaft durch anhaltend niedrige Zinsen gewarnt. "Sollten die Zinsen auf dem aktuellen Niveau verbleiben, würden die Unternehmen letztlich Verluste machen", teilte der Moody's Investors Service in der Nacht zum Donnerstag mit. "In einem Szenario, in dem die Zinsen auch innerhalb der nächsten zehn Jahre auf ihrem aktuellen Niveau verbleiben, dürfte der anteilige Rückstellungsbedarf bis Ende 2023 (...) auf 40 bis 90 Milliarden Euro ansteigen." Allerdings betrachte Moody's eine solch lang anhaltende Niedrigzinsphase mit hohem Verlustrisiko als Extremszenario.

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