Atomgespräche mit dem Iran beginnen in Wien

Atomgespräche mit dem Iran beginnen in Wien

Heute beginnen in Wien die Atomgespräche zwischen den UNO-Vetomächten, Deutschland und dem Iran. Zum Auftakt des diplomatischen Großereignisses trifft Außenminister Sebastian Kurz seinen iranischen Amtskollegen Mohammed Javad Zarif zu einem Arbeitsfrühstück. Ab 11.00 Uhr gehen die eigentlichen Gespräche in der Wiener UNO-City los.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die bei den Gesprächen vertreten ist, zeigte sich bei ihrer Ankunft in Wien am Montag "vorsichtig optimistisch", eine Einigung über das umstrittene Atomprogramm des Iran zu erzielen. Aus dem Iran selbst gab es Skepsis. Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei sagte, die Verhandlungen "führen nirgendwohin". Westliche Staaten werfen dem Iran vor, heimlich am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Die iranische Führung bestreitet dies.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif erwartet bei den Verhandlungen keine schnellen Fortschritte. "Das ist der erste Schritt der Endphase, daher dürfen die Erwartung nicht hoch sein", sagte er kurz vor Beginn der Verhandlungen.

Erstes großes Treffen nach Einigung auf Zwischenabkommen

Zarif hatte sich am Montagabend zu einem informellen Abendessen mit der EU-Außenbeauftragen Catherine Ashton getroffen. In Wien werde nur der Rahmen besprochen, auf dessen Basis der Entwurf eines umfassenden Abkommens ruhen könne, sagte Zarif. Er rechne mit bis zu weiteren zwei Treffen.

Gesprächspartner sind die fünf UN-Vetomächte (USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien) sowie Deutschland (5+1-Gruppe) und der Iran. Es ist das erste große Folgetreffen nach der Einigung auf ein Zwischenabkommen im vergangenen November in Genf. Teheran hofft auf eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, die 5+1-Gruppe will Gewissheit über den friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms.

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