61 Prozent der Deutschen kennen keine Gnade mit Euro-Schuldenländern

61 Prozent der Deutschen kennen keine Gnade mit Euro-Schuldenländern

Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer lehnen es 61 Prozent der Befragten ab, den Empfänger der Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm mehr Zeit zur Umsetzung der zugesagten Reformen einzuräumen. Dazu sind 31 Prozent bereit, acht Prozent haben keine Meinung.

Mehr als die Hälfte ist sich einig, dass die Schuldenkrise das mit Abstand wichtigste politische Thema in Deutschland ist. Griechenland will um zwei Jahre Aufschub bitten, um seine mit den Geldgebern vereinbarten Vorgaben zu erreichen. Spanien bekam von der EU in dieser Woche zum zweiten Mal binnen weniger Monate mehr Zeit für die Einhaltung der Haushaltsziele.

Trotz eines breiten negativen Echos in deutschen Medien über die Verhandlungsergebnisse des jüngsten EU-Gipfels zur Krisenbewältigung ist die Zustimmung der Deutschen zum Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewachsen. Nun sagen 63 Prozent statt noch 60 Prozent im Mai, die Regierungschefin mache ihre Aufgabe eher gut. Allerdings halten 57 Prozent den indirekten Vorwurf des Bundespräsidenten Joachim Gauck für berechtigt, Merkel müsse ihre Euro-Politik besser erklären.

Im Zusammenhang mit der Schuldenkrise scheint die Glaubwürdigkeit des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zu leiden. Seine Drohung, seine CSU werde die Bundesregierung bei weiteren finanziellen Zugeständnissen verlassen, nehmen 82 Prozent der Befragten nicht für bare Münze.

Die guten Werte für Merkel spiegeln sich auch in einem besseren Abscheiden der Union in der Wählergunst. Im Vergleich zum Vormonat legen CDU/CSU zwei Punkte auf 36 Prozent zu. Die SPD gibt zwei Punkte nach auf 30 Prozent. Allerdings nutzt der positive Trend der Union wenig, denn ihr Koalitionspartner FDP verliert einen Punkt und würde mit jetzt vier Prozent nicht in den Bundestag zurückkehren. Grüne und Piraten landen unverändert bei 13 beziehungsweise sieben Prozent. Die Linkspartei kann sich um einen Punkt auf sechs Prozent verbessern.

Die Führung in der Rangfolge der beliebtesten Politiker hat CDU-Chefin Merkel wieder übernommen, die sich von 1,7 auf 2,0 Punkte verbesserte. Den zweiten Platz belegt die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), gefolgt von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dessen Vorgänger Peer Steinbrück (SPD) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Schlusslichter in der Skala sind die FDP-Minister Guido Westerwelle und Philipp Rösler.

Für die Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen wurden vom 10. bis zum 12. Juli 1255 Wahlberechtigte befragt.

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