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Innsbrucker Handelsangestellte mit kurzem Warnstreik

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Handelsangestellte streikten in Innsbruck für rund eineinhalb Stunden
©APA/APA/MATTHIAS BLIEM-SAUERMANN/MATTHIAS BLIEM-SAUERMANN
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Vor der sechsten Runde der Verhandlungen um den Handels-Kollektivvertrag am Freitag haben in Innsbruck Donnerstagfrüh rund 60 Angestellte im Rahmen eines Warnstreiks die Arbeit niedergelegt. Während des rund eineinhalb Stunden andauernden Ausstandes wollte man "für den Kollektivvertrag kämpfen". Der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA, Harald Schweighofer, zeigte sich "zuversichtlich", was die kommenden Verhandlungen betrifft.

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Vor der sechsten Runde der Verhandlungen um den Handels-Kollektivvertrag am Freitag haben in Innsbruck Donnerstagfrüh rund 60 Angestellte im Rahmen eines Warnstreiks die Arbeit niedergelegt. Während des rund eineinhalb Stunden andauernden Ausstandes wollte man "für den Kollektivvertrag kämpfen". Der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA, Harald Schweighofer, zeigte sich "zuversichtlich", was die kommenden Verhandlungen betrifft.

Die umliegenden Geschäfte blieben teils komplett geschlossen. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sei "einfach zu wenig", die Arbeitgeber hätten sich darauf "eingerannt", kritisierte Schweighofer gegenüber der APA bei dem Streik im Innsbrucker Gewerbegebiet Roßau. Dass Arbeitgeber-Verhandler Rainer Trefelik vorgeschlagen hatte, den Unternehmen ohne kollektivvertragliche Einigung eine Gehaltserhöhung zu "empfehlen", sei ohnehin "nicht akzeptabel". "Wir haben einen fairen Abschluss verdient", betonte auch Betriebsratsvorsitzender der Liebherr Vertriebs- und Service GmbH, Jochen Niederl, Mitglied des Verhandlungsteams der GPA. Er kritisierte dabei "Hardliner" im Verhandlerteam der Arbeitgeber, wohingegen andere sich durchaus vernünftig zeigen würden.

"Der erste Streik im Handel war ein wichtiges Signal, die Kampfbereitschaft ist vorhanden", warnte Niederl. Den "Tabubruch" hätten sich die Arbeitgeber selbst zuzuschreiben. "Keiner will streiken", betonte der Gewerkschafter dabei. Die Streiks seien vielmehr "letztes Kampfmittel". Jedenfalls hoffe man auf die Vernunft der Arbeitgeber, speziell angesichts des aktuell laufenden Weihnachtsgeschäfts.

Am Freitagnachmittag startet die sechste Verhandlungsrunde für einen neuen Handelskollektivvertrag. Das Angebot der Arbeitgeber für eine Erhöhung der Gehälter um 8 Prozent ohne soziale Staffelung hatte die Gewerkschaft bei der fünften KV-Runde nicht akzeptiert. Beim Handels-KV geht es um die Gehälter von rund 430.000 Angestellten und Lehrlingen. Es ist der größte Branchen-Kollektivvertrag in Österreich. Die Gewerkschaft pocht auf ein Plus von 9,4 Prozent. Die rollierende Inflation von Oktober 2022 bis September 2023 lag bei 9,2 Prozent.

Sollte es in den nächsten Tagen zu keiner Einigung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern kommen, will die Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine Empfehlung für "eine nachhaltige Gehaltserhöhung" an die Unternehmen abgeben. Eine Empfehlung habe "keinerlei rechtliche Verbindlichkeit und würde einem bewährten System der sozialpartnerschaftlichen Gehaltsfindung, das wesentlich zum Erfolg der österreichischen Wirtschaft beigetragen hat, mutwillig großen Schaden zufügen", kritisierte zuletzt die gewerkschaftliche Chefverhandlerin Helga Fichtinger.

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