Inflation stieg im Jänner auf 2,4 %

Die Inflationsrate ist in Österreich im Jänner 2011 auf 2,4 Prozent gestiegen und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2008. Im Dezember hat die Teuerungsrate 2,3 Prozent betragen. Ausschlaggebend für die Jänner-Inflation war die Preisentwicklung bei Treibstoffen (+18 Prozent im Jahresabstand) und Heizöl (+21 Prozent), teilte die Statistik Austria am Montag mit.

Hauptpreistreiber für die Teuerung waren gestiegene Treibstoffpreise. Der Großteil der Preissteigerungen sei damit durch "importierte Inflation" entstanden, sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Pesendorfer. Diesel kostete im Jänner um 22 Prozent mehr und Superbenzin um 15 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Exklusive Treibstoffpreise hätte die Inflation nur 1,8 Prozent betragen, sagte Pesendorfer.

Die Importe von Obst und Gemüse sowie Kaffee, Kakao und Tee hätten die Nahrungsmittelpreise verteuert, so Pesendorfer. Als Preisdämpfer erwiesen sich Mobilfunk-Gesprächsentgelte, welche sich im Jahresabstand um 15 Prozent verringerten.

Die Ausgabengruppe "Verkehr" legte im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent zu. Verantwortlich dafür waren vor allem Treibstoffpreise, die im Jänner um durchschnittlich 18 Prozent höher als vor einem Jahr waren. Im Jahresabstand wurden Wartung und Reparaturen von Pkw um 4 Prozent teurer. Neue Pkw verbilligten sich um 1 Prozent, Flugtickets um 7 Prozent.

Die Kosten für "Wohnung, Wasser und Energie" stiegen im Jahresabstand um 2,7 Prozent und wirkten sich damit im Jänner deutlich auf die Inflation aus. Höhere Preise für Haushaltsenergie (+4,2 Prozent) und für die Instandhaltung von Wohnungen (+3,1 Prozent) waren für die Preissteigerungen verantwortlich. Heizöl legte um 21 Prozent zu, Gas verteuerte sich leicht um 2 Prozent und die Strompreise blieben unverändert. Wohnungsmieten stiegen um 2,3 Prozent.

Der auf europäischer Ebene harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI 2005) lag im Jänner bei 110,84. Die harmonisierte Inflationsrate wies mit 2,5 Prozent den höchsten Wert seit Oktober 2008 auf.

- APA

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