Indien will in Afrika Milliardenkredite vergeben

Indien will sich auf dem afrikanischen Kontinent wirtschaftlich stärker engagieren. In den kommenden drei Jahren sollten dort Kredite von fünf Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro) vergeben werden. Das kündigte der indische Ministerpräsident Manmohan Singh am Mittwoch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba an. Außerdem sagte Indien auf dem Wirtschaftsgipfel Indiens und der Afrikanischen Union (AU) Investitionen von 700 Milionen Dollar in Ausbildungsprogramme und Entwicklungsprojekte zu.

Vertreter von 15 afrikanischen Staaten - unter anderem Nigeria, Südafrika und Algerien - erörterten in Addis seit Dienstag mit der von Singh geleiteten Delegation eine intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der drittgrößten Volkswirtschaft Asiens. Derzeit beträgt das jährliche Handelsvolumen Indiens mit den afrikanischen Staaten nach Angaben Singhs 46 Mio. Dollar - mit steigender Tendenz. Indien hofft im Gegenzug für die versprochenen Kredite auf Handelsverträge für afrikanische Bodenschätze.

Trotz einer großen indischstämmigen Bevölkerung vor allem im östlichen und südlichen Afrika war Indien bisher wirtschaftlich weitaus weniger in Afrika engagiert als China. Vor seiner Abreise nach Addis hatte Singh Afrika als "neues Wachstumsgebiet" bezeichnet. Ein erster indisch-afrikanischer Wirtschaftsgipfel fand 2008 in Neu Delhi statt.

- APA

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