IfW-Chef Dennis Snower: Wirtschaftliche Dominoeffekte in Asien möglich

Lieferausfälle in Japan könnten nach Ansicht des Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) auch für andere Länder schnell zum Problem werden. "Es bedeutet einiges, wenn Chips aus Japan ausfallen", sagte Dennis Snower der "Süddeutschen Zeitung" (SZ; Donnerstag-Ausgabe).

"Es könnte zu Domino-Effekten kommen, die den gesamten asiatischen Raum erfassen. Und damit auch Autokonzerne und Computerfirmen auf anderen Kontinenten", warnte er. Die Frage sei, "wie robust diese Lieferketten sind". Viele Konzerne klagten bereits darüber, dass die Lieferströme immer dünner würden. "Es gibt möglicherweise weltweit viel weniger Zulieferer als vor zehn Jahren."

Mit Blick auf die Weltwirtschaft sieht Snower jetzt vor allem andere Staaten in der Pflicht: "Es muss andere Länder geben, die in dieser Lage stabilisieren, Schwellenländer wie China." Die Dynamik gehe von ihnen aus.

Wirtschaftliche Folgen des von der deutschen Bundesregierung vorgesehenen Moratoriums bei der Laufzeitverlängerung der hiesigen Atomkraftwerke gibt es seiner Ansicht nach nicht. "Deutschland ist Exporteur von Energie. Da gibt es genügend Freiraum", betonte Snower. Einige Meiler könne man schließen, ihr Anteil an der Energieversorgung sei zu gering. "Wenn man aber alle Kernkraftwerke schließen würde, dann gäbe es eine Lücke."

- APA

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