Hypo: BayernLB will Millionen-Entschädigung von Ex-Vorstandschef

Die Bayerische Landesbank will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) vom früheren Vorstandschef Werner Schmidt Schadenersatz in Millionenhöhe verlangen. Schmidt wird angelastet, er sei der Hauptverantwortliche für die Übernahme der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank gewesen, die zu einem Verlust von 3,7 Milliarden Euro geführt hat.

Nach Angaben aus Regierungskreisen in Bayern und aus der CSU/FDP-Koalition ist deshalb gegen den Ex-Vorstandschef eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe geplant. Bei den anderen sieben Vorstandsmitgliedern, die im Jahr 2007 die Übernahme der Hypo Alpe Adria beschlossen, könnten die Forderungen geringer ausfallen.

Der von Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) geleitete Verwaltungsrat, der die BayernLB beaufsichtigt, befasst sich diese Woche mit den mutmaßlichen Verfehlungen des alten Vorstands und früherer Verwaltungsräte. Auf dem Tisch liegt, unter anderem, ein von Fahrenschon in Auftrag gegebenes Gutachten der Anwaltskanzlei Hengeler Müller zum Kauf der Hypo Alpe Adria. Das Gutachten besagt, der frühere Vorstand mit Schmidt an der Spitze habe zahlreiche Fehler beim Erwerb des österreichischen Kreditinstituts gemacht und grob fahrlässig gegen Dienstpflichten verstoßen. Etliche große Gefahren bei dem Geschäft seien nicht beachtet worden. Der Vorstand habe es unter anderem versäumt, die BayernLB im Kaufvertrag gegen Altlasten und Risiken der Hypo Alpe Adria abzusichern.

Die "treibende Kraft" bei der Übernahme des österreichischen Instituts war nach Erkenntnissen der Gutachter Werner Schmidt. Ihm wird auch die Hauptschuld zugewiesen.

- APA

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