Trend Logo

Hunderte Lufthansa-Flüge fallen wegen Warnstreik aus

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Mehr als 100.000 Passagiere mussten ihre Pläne ändern
©APA/APA/dpa/Sven Hoppe
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Zum zweiten Mal in diesem Monat hat ein Warnstreik des Bodenpersonals den Lufthansa-Betrieb nahezu lahmgelegt. Die AUA-Mutter bot am Dienstag nur rund 10 Prozent ihrer eigentlich geplanten 1.000 Starts und Landungen an. Mehr als 100.000 Passagiere mussten ihre Pläne ändern. Die Gewerkschaft Verdi sprach von einer ungebrochenen Beteiligung der Beschäftigten. Flüge der Austrian Airlines (AUA) sind laut einer Sprecherin weiterhin nicht betroffen. Ab Mittwoch wird verhandelt.

von

Passagiere der AUA-Mutter Lufthansa müssen am Dienstag improvisieren. Ein weiterer Warnstreik bei dem Unternehmen in Deutschland führt seit Montagabend zu zahlreichen Flugstreichungen. Mehr als 100.000 Kundinnen und Kunden könnten laut Lufthansa betroffen sein. Der Streik soll in einzelnen Betriebsteilen bis 7.10 Uhr am Mittwoch dauern, in der Regel aber in der Nacht zum Mittwoch auslaufen. Flüge der Austrian Airlines (AUA) sind laut einer Sprecherin vorerst nicht betroffen.

Am Montagabend gingen nach Verdi-Angaben Lufthansa-Beschäftigte der Technik, der Logistik, der Fracht und der IT in den Warnstreik. Für Dienstag hat die Gewerkschaft auch das Bodenpersonal in Frankfurt, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Das Unternehmen rechnet mit hunderten Flugausfällen. Schon am Montagabend strich die Gesellschaft an ihrem wichtigsten Drehkreuz Frankfurt mehr als 50 Verbindungen. Nur einige wenige Interkontinental-Flüge sollten noch stattfinden.

Am Dienstag will die Fluggesellschaft 10 bis 20 Prozent ihres geplanten Programms von rund 1.000 Flügen in die Luft bringen. Der Flughafen München warnte vor erheblichen Einschränkungen. In Hamburg und Düsseldorf fallen nach Angaben der Betreiber alle 23 Lufthansa-Flüge aus, in Köln/Bonn nahezu alle. Betroffen sind auch nicht bestreikte Flughäfen: So sind in Hannover und Bremen alle Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt und München gestrichen.

Bei der ersten Warnstreikwelle vor knapp zwei Wochen fielen rund 900 Flüge aus, und mehr als 100.000 Passagiere mussten umplanen. Die Lufthansa warnte die Passagiere stornierter Flüge: Sie sollten nicht zum Flughafen kommen, weil dort die Umbuchungsschalter nicht besetzt seien.

Hintergrund des Warnstreiks sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die laut Gewerkschaft Verdi rund 25.000 Beschäftigten am Boden - unter anderem bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services und Lufthansa Engineering and Operational Services (Leos). Die Lufthansa spricht von rund 20.000 Beschäftigen.

Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden. Verdi bezeichnete die zweite Warnstreikwelle als notwendig, weil die Lufthansa in der vorangegangenen Verhandlung keine Anstalten gemacht habe, ihr vorliegendes Angebot nachzubessern.

Über die Autoren

Logo
Abo ab €16,81 pro Monat
Ähnliche Artikel
Mehrere technische Pannen bringen Boeing unter Druck
Nachrichtenfeed
US-Luftfahrtbehörde prüft erneut Panne bei Boeing
Laut US-Finanzministerin Janet Yellen weiterer Austausch vereinbart
Nachrichtenfeed
Positive Handelsgespräche zwischen Peking und Washington
KI kostet Jobs, besagt neue Studie aus der Schweiz
Technologie
KI dürfte Jobs kosten, schafft aber auch neue
Blick auf ChatGPT-Homepage
Technologie
Immer mehr Firmen nutzen ChatGPT
Bei der Boeing 737 von Alaska Airlines brach ein Rumpfteil heraus
Nachrichtenfeed
737-Probleme - Boeing zahlte Airline 160 Millionen Dollar
Boeing fährt aus Sicherheitsgründen offenbar Produktion zurück
Nachrichtenfeed
Boeing produziert wegen verschärfter Kontrollen weniger
Feingold in Stücken zu 250 Gramm (vorne) und halbem Kilogramm (hinten)
Nachrichtenfeed
Goldpreis-Rekordjagd geht weiter
Russwurm: "Berliner Kanzeramt unterschätzt Ernst der Wirtschaftskrise"
Nachrichtenfeed
Deutsche Wirtschaft kritisiert Kanzler Scholz
Mit 6 Prozent stabil
Nachrichtenfeed
Arbeitslosenrate in der EU im Februar unverändert
Nachrichtenfeed
Drohnen und Sanktionen - Russlands Ölbranche in Bedrängnis
Bankman-Fried muss wohl für 25 Jahre ins Gefängnis
Nachrichtenfeed
FTX-Gründer Bankman-Fried muss 25 Jahre in Haft
Nicht alle sind froh über günstiges Getreide aus der Ukraine
Nachrichtenfeed
EU-Länder wollen strenge Vorgaben für ukrainische Agrarwaren