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Historischer Frühstart bei der Spargelernte

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Der frische Spargel wird heuer früher im Supermarkt landen
©APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
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Die österreichischen Spargelbäuerinnen und Spargelbauern beginnen heuer zwei bis drei Wochen früher als üblich mit der Ernte und legen damit einen historischen Frühstart hin. Grund sind die vergleichsweise hohen Bodentemperaturen, wodurch die Pflanzen zuletzt ideale Wachstumsbedingungen vorgefunden haben, wie der Präsident der Landwirtschaftskammer (LKÖ), Josef Moosbrugger, gegenüber der APA erklärte. Ebenso erwarten die Agrarier für heuer eine höhere Erntemenge.

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Die österreichischen Spargelbäuerinnen und Spargelbauern beginnen heuer zwei bis drei Wochen früher als üblich mit der Ernte und legen damit einen historischen Frühstart hin. Grund sind die vergleichsweise hohen Bodentemperaturen, wodurch die Pflanzen zuletzt ideale Wachstumsbedingungen vorgefunden haben, wie der Präsident der Landwirtschaftskammer (LKÖ), Josef Moosbrugger, gegenüber der APA erklärte. Ebenso erwarten die Agrarier für heuer eine höhere Erntemenge.

Sollte das Wetter weiterhin stabil und warm bleiben, werde österreichischer Spargel bereits Anfang April und damit früher als in der Vergangenheit in die Supermärkte gelangen, so Moosbrugger. Derzeit finde man dort nur importierte "Stangenware" vor, die weniger frisch und unter schlechteren Produktions- und Sozialstandards produziert worden sei. Mit dem Kauf von heimischen Produkten werde auch das Klima geschont. "Es lohnt sich daher, den geringeren Mehrpreis zu investieren."

Hierzulande wird Spargel vor allem im Marchfeld in Niederösterreich angebaut. Die rund 760 Hektar Anbaufläche erstrecken sich mittlerweile allerdings schon bis nach Vorarlberg. In Österreich produzieren 127 Betriebe grünen oder lila Spargel, 82 Betrieben wiederum steht bald die Ernte des weißen Spargels ins Haus. Verändert hat sich die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig - heuer dürfte die Erntemenge aber höher ausfallen. 2023 brachte die der Ernte knapp 2.300 Tonnen Spargel ein.

Sorgen bereiten den Betrieben indes die Lohnnebenkosten, wie der LKÖ-Präsident anmerkte. "Die heimischen Gemüsebaubetriebe leiden seit Jahren unter den hohen Lohnnebenkosten, die im Vergleich zum benachbarten Ausland zu massiven Wettbewerbsverzerrungen führen." Die Inflation habe die Situation noch zusätzlich verschärft. "Spätestens im nächsten Regierungsprogramm muss die Benachteiligung österreichischer Betriebe im Lohnnebenkostenbereich angepackt und aus der Welt geschafft werden."

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