Helmut Elsner aus Wiener Wilhelminenspital nach Hause entlassen

Helmut Elsner hat am Mittwochvormittag das Wiener Wilhelminenspital verlassen. "Aus Sicht des Spitals gab es keinen Grund, ihn länger im Krankenhaus zu behalten", teilte die Sprecherin des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) mit.

Der ehemalige BAWAG-Generaldirektor wurde gegen 10.00 Uhr von seiner Ehefrau Ruth abgeholt, die ihn in einem privaten Fahrzeug nach Hause brachte. Wie Danmayr erklärte, waren dabei auf Elsners ausdrücklichen Wunsch keine Journalisten anwesend: "Das Ganze hat völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit stattgefunden."

Ruth Elsner wollte auf telefonische Anfrage der APA zur Entlassung ihres Ehemannes nicht Stellung beziehen: "Ich möchte dazu nichts sagen. Mein Mann ist ein Patient. Er braucht jetzt Ruhe." Die Ehefrau von Helmut Elsner ersuchte um Verständnis, dass es im Hinblick darauf zunächst keine Medienkontakte geben wird. Der ehemalige BAWAG-Generaldirektor werde vorerst für keine Interviews zur Verfügung stehen.

Der im BAWAG-Prozess wegen Untreue zu zehn Jahren Haft verurteilte Ex-BAWAG-Chef hat sich seit Februar 2007 in Haft befunden, ehe der Herzkranke am vergangenen Freitag wegen Haftunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen auf freien Fuß gesetzt wurde. Er hat in den vergangenen Tagen im Wilhelminenspital, in das er am 22. Juni von der Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt worden war, noch ein Untersuchungs- und Behandlungsprogramm durchlaufen. So wurde eine Blutgerinnungsanalyse und -einstellung vorgenommen.

Der 76-Jährige habe zuletzt auch Infusionen erhalten, bestätigte KAV-Sprecherin Danmayr. Der Patient werde weiter engen Kontakt zu seinem behandelnden Arzt halten, der ihn schon mehrfach im Wilhelminenspital betreut hatte.

- APA

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