Griechenland: Das bange Warten auf 50 Privatisierungs-Milliarden

Der Aufsichtsrat der mit der Privatisierung beauftragten Behörde, dem Hellenic Republic Asset Development Fund (HRADF), habe beschlossen, alle Projekte bis auf Weiteres ruhen zu lassen, hieß es am Mittwoch in Athen. Bis zur Wahl am 17. Juni würden keine bindenden Beschlüsse getroffen.

Damit ist einer der Eckpunkte im Zuge der Verhandlungen um Finanzhilfen mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Monate vertagt. Griechenland versucht im Zuge von Neuwahlen am 17. Juni einen neuerlichen Anlauf zur Bildung einer Regierung.

Daraus ergeben sich unmittelbare Konsequenzen für den Zeitplan zum Verkauf der staatlichen Gasgesellschaft, einer Vereinbarung zu staatlichen Lotteriegesellschaft und beim Abschluss einer Leasingvereinbarung für das Konferenz- und Geschäftszentrum IBC in Athen. Diese Angaben machte Costas Mitropoulos, der Vorstandsvorsitzende des HRADF.

“Wir hatten erwartet, dass als erste die Lotteriegesellschaft, dann das IBC und dann die Gasgesellschaft DEPA im Monat nach den Wahlen abgeschlossen werden”, sagte Mitropoulos und bezog sich dabei auf den Wahlgang vom 6. Mai. "Jetzt werden wir definitiv einige Monate verlieren. Das könnte erhebliche Konsequenzen für die Durchführung des Programms insgesamt haben”, führte Mitropoulos weiter aus.

Die internationalen Kreditgeber von Griechenland hatten bereits zuvor das langsame Tempo beim Verkauf der Vermögenswerte aus Staatsbesitz kritisiert. Mit den Erlösen soll Griechenland einen Teil seiner Staatsschulden tilgen.

Bloomberg

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