Gold könnte 2011 noch deutlich zulegen

Einen wahren Höhenflug hat im abgelaufenen Jahr die Preisentwicklung von Gold hingelegt. Auf Dollar-Basis verteuerte sich Gold seit Jahresbeginn um rund 26 Prozent, in Euro berechnet sogar um 37 Prozent. Das Edelmetall profitierte dabei vor allem von der verstärkten Nachfrage von Finanzinvestoren, die seine Funktion als sicherer Hafen wieder entdecken. Und der Boom dürfte 2011 weitergehen.

Der Preis für Gold steigt bereits seit elf Jahren mehr oder weniger deutlich und kontinuierlich an. Sowohl in Dollar als auch in Euro und vielen anderen Währungen konnte das Edelmetall in diesem Jahr neue Allzeithochs erzielen. "Der Goldpreis ist noch immer keine Bubble" und "Gold ist die härteste Währung", so Erste-Bank-Goldexperte Ronald Stöferle im Gespräch mit der APA. Bemerkenswerterweise seien zum ersten Mal in diesem Jahr auch die Goldminenaktien nach oben hin ausgebrochen. Stöferle sieht darin ein Zeichen dafür, dass nun bald die stärkste Phase dieses Bullenmarktes beginnt.

Bereits vor vier Jahren prognostizierte der Goldexperte für das Ende des aktuellen Goldzyklus einen Goldpreis von 2.300 Dollar je Feinunze. Mit neuen Allzeitrekordpreisen konnte das gelbe Metall zuletzt Anfang Dezember mit 1.424 Dollar bzw. 1.071 Euro aufwarten. Derzeit befinde sich die Preisentwicklung wieder in einer Phase der Konsolidierung, meint Stöferle. Derzeit notiert Gold unter dem bisherigen Jahreshoch bei rund 1.380 Dollar bzw. 1.050 Euro. Bis Februar sollte die starke Phase jedoch noch anhalten.

Unterstützung könnte der Goldpreis im kommenden Jahr von der Angebots- und Nachfragestruktur erhalten. Stöferle erwartet verstärkt Zukäufe Finanzinvestoren und von Notenbank, vor allem China dürfte - zumindest verdeckt - kräftig einkaufen. Dagegen sollte die primäre Goldproduktion in den Goldminen nur ganz leicht ansteigen, hingegegen werde das Angebot von Recycling-Gold wie Zahngold deutlich ausfallen.

- APA

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