Geplante Kapitalerhöhung erweist sich für EVN als schwierig

Der niederösterreichische Versorger EVN kämpft bei seiner Kapitalerhöhung offenbar mit Schwierigkeiten.

Wegen des zugleich geplanten Ausstiegs des Großaktionärs EnBW stoße die EVN Kreisen zufolge nur auf mäßiges Interesse an ihren Aktien.

"Das Pre-Marketing in London ist nicht so gut gelaufen. Problem ist vor allem die EnBW, die nicht unter 13 Euro aussteigen will", sagte eine weitere informierte Person. Bei einem Preis unter 13 Euro müsste die EnBW für die Beteiligung Verluste realisieren, erklärten Analysten. Am Montagnachmittag notierten die Aktien an der Börse mit 11,60 Euro. Die EnBW erklärte am Montag lediglich, sie prüfe die Platzierung. Die EVN wollte sich dazu nicht äußern. Sollte die EnBW vorerst ihr rund 36-prozentiges EVN-Paket nicht verkaufen, könnte die EVN daher die Kapitalerhöhung verschieben, hieß es in Finanzkreisen.

Die zu 51 Prozent im Besitz des Landes Niederösterreich stehende EVN will ihr Kapital um rund 200 Mio. Euro erhöhen. Gleichzeitig will die EnBW wie zuletzt im September angekündigt, ihren Anteil verkaufen. Die EVN könnte damit den Streubesitz erhöhen. Insgesamt knapp 75 Millionen Aktien mit einem Wert von etwas über 800 Mio. Euro müssten vom Markt absorbiert werden. Bei der 1-Mrd.-Euro-Kapitalerhöhung des Verbund, die ebenfalls noch heuer ansteht, wird die EVN mitziehen, um ihren Anteil von gut 13 Prozent nicht zu verwässern.

- Red/APA

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