Geht Gaddafi ins Exil?

Der libysche Machthaber Gaddafi denkt angeblich doch darüber nach, ins Exil zu gehen. Die in Dubai erscheinende Zeitung "Al-Bayan" meldete am Donnerstag unter Berufung auf einen Vertrauten des Oberst, Gaddafi sei schockiert, dass sich mehrere seiner früheren Getreuen von ihm abgewandt haben. Er fürchte einen Luftangriff von "Verrätern" aus den Reihen der Luftwaffe auf seine Unterkunft in Tripolis.

Deshalb überlege er nun, ob er Libyen verlassen solle. Konkret denke er über ein Leben im Exil im Tschad oder in Niger nach.

Die Lage in Libyen beschäftigt am Donnerstag in Brüssel die Mitgliedsstaaten von EU und NATO. Die EU-Außenminister kommen am Vormittag zu Gesprächen über die Situation in dem nordafrikanischen Land zusammen. Am Nachmittag beraten die Verteidigungsminister der NATO-Länder über eine weitere Vorgehensweise. Dabei könnte es auch um die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen gehen. Laut einem US-General könnte eine solche binnen weniger Tage errichtet werden.

Die Aufständischen in Libyen hatten an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, eine Flugverbotszone aufzubauen. Damit sollen die Kampfjets Gaddafis am Boden gehalten werden, die zuletzt Einsätze gegen die Zivilbevölkerung geflogen haben. Der UNO-Sicherheitsrat ist sich in der Frage einer solchen Zone aber nicht einig.

Ein Kampfflugzeug der libyschen Luftwaffe flog unterdessen erneut einen Angriff auf Stellungen der Aufständischen nahe dem Ölhafen Ras Lanuf. Das Flugzeug flog in niedriger Höhe, später war am Horizont etwa acht Kilometer östlich von Ras Lanuf eine Rauchwolke zu sehen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die vom Flugzeug abgefeuerte Rakete landete vermutlich in der Wüste, unklar war zunächst, ob Menschen getötet oder verletzt wurden.

- APA

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