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Funkturmtochter der Telekom Austria geht morgen an die Börse

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Für vier Telekom-Austria-Aktien gibt es eine EuroTeleSites-Aktie
©APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER
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Der Referenzpreis für die Aktien des in die EuroTeleSites ausgegliederten Funkturmgeschäfts der Telekom Austria beträgt 4,95 Euro pro Aktie. Das gab der teilstaatliche Telekomkonzern am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt. Die EuroTeleSites-Aktien notieren ab morgen, Freitag, getrennt vom Mutterkonzern, im amtlichen Handel an der Wiener Börse (Prime Market). Telekom-Austria-Aktionäre erhalten für je vier Aktien zusätzlich einen Anteilsschein an der EuroTeleSites AG.

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Das in die EuroTeleSites ausgegliederte Funkturmgeschäft der Telekom Austria (TKA) AG notiert ab morgen, Freitag, im amtlichen Handel an der Wiener Börse (Prime Market). Telekom-Austria-Aktionärinnen und -Aktionäre erhalten für je vier Aktien zusätzlich einen Anteilsschein an der EuroTeleSites AG. Bei der TKA-Aktie wird es zum morgigen Börsenbeginn einen Abschlag um die abgespaltene EuroTeleSites geben.

Da es sich um eine Abspaltung ohne Kapitalerhöhung handelt, gibt es kein Verfahren zur Festlegung des Aktien-Emissionspreises (Bookbuilding). Es wird stattdessen ein Referenzpreis für die EuroTeleSites-Aktie festgelegt. Der Preis soll noch heute, Donnerstag, im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. Seit der Ankündigung des Börsengangs der Funkturmtochter Ende Juni ist der Kurs der Telekom Austria um 12 Prozent auf 7,59 Euro gestiegen. Die Eigentümerstruktur von EuroTeleSites entspricht der Muttergesellschaft: Das mexikanische Telekommunikationsunternehmen America Movil hält 56,55 Prozent, auf die Staatsholding ÖBAG entfallen 28,42 Prozent der Anteile und im Streubesitz befinden sich 15,03 Prozent.

Die A1 Group wird durch die Abspaltung ihres Funkturmgeschäfts auf einen Schlag Schulden in Höhe von einer Milliarden Euro los, die von A1 auf die neue Infrastrukturgesellschaft EuroTeleSites übertragen werden. Die Finanzierung der EuroTeleSites stehe bereits, sagte der Funkturm-CEO Ivo Ivanovski Anfang September beim Kapitalmarkttag vor Analysten. 500 Mio. Euro stammen aus einer Anleihe, dazu kommen ein Kredit über 500 Mio. Euro sowie eine Kreditlinie (RCF) über 75 Mio. Euro. Lohnen soll sich die Abspaltung, weil man die Infrastruktur künftig verstärkt auch anderen Mobilfunkern neben der A1 vermieten will.

Der Jahresumsatz von EuroTeleSites beläuft sich derzeit laut Unternehmensangaben auf über 230 Mio. Euro. "Wir erwarten für die nächsten Jahre ein Erlöswachstum um 4 bis 6 Prozent pro Jahr", sagte der EuroTeleSites-Finanzvorstand Lars Mosdorf beim Kapitalmarkttag. Das Wachstum werde zu zwei Dritteln durch den Ankermieter A1 getrieben sein sowie den 5G-Ausbau, der derzeit etwa die Hälfte der Infrastruktur-Investitionen der A1 ausmache. Geplant seien rund 1.000 zusätzliche Standorte. Errichtet würden neue Funktürme nur, wenn es bereits Verträge mit den künftigen Mietern gebe.

A1 und EuroTeleSites werden also auch künftig eng miteinander verbunden bleiben. Der Vertrag zur Nutzung der Funktürme ist grundsätzlich unbefristet, kann aber von A1 jeweils nach Ablauf des 8., 16. und 24. Vertragsjahres gekündigt werden. EuroTeleSites kann aus dem Vertrag frühestens nach 24. Jahren aussteigen. Danach haben beide Vertragspartner ein Ausstiegsrecht jeweils zum Jahresende, wobei das aber drei Jahre vorher angekündigt werden muss. Die Miete kann um 85 Prozent der Teuerung angehoben werden, wobei die Anhebung mit 3 Prozent pro Jahr gedeckelt ist.

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