Frankreich gewinnt seine Banken für Griechenland-Hilfen

Frankreichs Banken wollen sich am Hilfspaket für Griechenland beteiligen. Auf die Frage, ob es eine Vereinbarung gebe, dass griechische Schulden in neue 30-Jahres-Anleihen umgetauscht werden sollten, sagte Staatspräsident Sarkozy am Montag auf einer Pressekonferenz in Paris: "Ja." Er hoffe, dass andere Länder auch so vorgehen.

Frankreich sei bereit, mit anderen Staaten über sein Vorgehen zu debattieren und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen, betonte Sarkozy. In EU-Kreisen hieß es, EU-Vertreter beraten über den französischen Plan nun mit dem internationalen Bankenverband IIF.

In Deutschland hoffen die privaten Banken trotz der Ablehnung durch das deutsche Finanzministerium weiter auf Anreize, um sich an neuen Hilfen für Griechenland zu beteiligen. "Ich gehe davon aus, dass jeder das Seine tun wird, um aus dieser schwierigen Situation herauszukommen", sagte der Chef des deutschen Banken-Bundesverbandes. "Es wird gesprochen, es wird konstruktiv gesprochen", beschrieb er die laufenden Gespräche des Finanzministeriums mit deutschen Banken und Versicherungen.

Finanzminister Schäuble lehnt Anreize und zusätzliche Staatsgarantien für Beiträge der Privatwirtschaft jedoch ab. Eine Stabilisierung der Lage in Griechenland liege im "allereigensten Interesse aller Investoren". Deshalb seien keine zusätzlichen Anreize für den Privatsektor nötig.

Das Finanzministerium verhandelt seit Tagen mit deutschen Banken und Versicherern über eine Beteiligung der Privatgläubiger an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland. Es geht um eine freiwillige Laufzeitverlängerung griechischer Anleihen.

- APA

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