"Forbes": Carlos Slim bleibt reichster Mann der Welt

Mit einem Vermögen von 69 Milliarden Dollar (52,6 Milliarden Euro) ist der mexikanische Tycoon Carlos Slim der reichste Mann der Welt.

In der am Mittwoch veröffentlichten Liste des Magazins "Forbes" verteidigte der 72-Jährige seinen Titel und verwies den Microsoft-Gründer Bill Gates (61 Milliarden Dollar) sowie den Investoren Warren Buffett (44 Milliarden Dollar) auf die Plätze. Slim besitzt unter anderem Anteile an der Kaufhauskette Saks und am Verlag der "New York Times". Der Mexikaner hat sein Geld vor allem mit Unternehmen der Telekommunikationsbranche verdient.

Als reichster Europäer brachte es der Chairman des Luxusartikel-Konzerns LVMH, Bernard Arnault, auf Platz vier. Sein Vermögen wird auf 41 Milliarden Dollar geschätzt. Reichster Deutscher auf der "Forbes"-Liste ist der 92 Jahre alte Karl Albrecht. Der Eigentümer des Discounters Aldi-Süd wird mit einem Vermögen von 25,4 Milliarden Dollar auf Platz zehn geführt. Die Erben seines Bruders Theo liegen mit 17,8 Milliarden Dollar auf Rang 32 und damit zwei Plätze vor dem Versandhaus-Unternehmer Michael Otto.

Der 25. "Forbes"-Liste zufolge gibt es 1226 Dollar-Milliardäre auf der Welt - mehr als je zuvor. Darunter sind heuer auch sechs Österreicher. Im Vorjahr fanden sich nur fünf Österreicher unter den Superreichen. Die reichsten Österreicher sind der 65-jährige Johann Graf (Glücksspielkonzern Novomatic) und der 67-jährige Dietrich Mateschitz (Getränkekonzern Red Bull) auf Rang 193 ex aequo mit je 5,3 Mrd. Dollar Vermögen.

Damit hat Graf gegenüber dem Vorjahr stark aufgeholt, als er noch auf Rang 420 geführt wurde mit "nur" 2,7 Mrd. Dollar Vermögen. Auch Mateschitz hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch bereichert, 2011 wurde er auf der "Forbes"-Liste auf Rang 208 mit 5 Mrd. Dollar geführt.

Auf Platz 223 liegt der 94-jährige Billa-Gründer Karl Wlaschek mit 4,7 Mrd. Dollar, auf Platz 358 Kaufhaus-Erbin Heidi Horten (71 Jahre) mit 3,2 Mrd. Dollar. Deutlich abgeschlagen finden sich der Reeder Helmut Sohmen (72) mit 1,4 Mrd. Dollar auf Platz 913 sowie der Neuling unter den reichsten Österreichern, Reinold Geiger (64). Der aus Dornbirn stammende und der Schweiz lebende Neuling unter den Superreichen wird auf ein Vermögen von 1,3 Mrd. Dollar taxiert. Geiger machte aus der französischen Naturkosmetikmarke L'Occitane einen Weltkonzern, bringt Rang 960 im Forbes-Ranking.

Mehr Russen als Chinesen

Mit 425 Milliardären führen die USA unverändert die "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Erde an. Die höchste Milliardärsdichte gibt es übrigens in der New Yorker Upper East Side gleich am Central Park in Manhattan. Russland verdrängte in diesem Jahr China (ohne Hongkong) vom zweiten auf den dritten Platz. Immerhin 315 Milliardäre kommen aus Ost- und Südasien, 310 aus Europa. In 58 der etwa 200 Staaten der Erde leben laut "Forbes" Milliardäre. Neu auf der Liste ist zum Beispiel Marokko mit gleich drei Neueinsteigern. Aus Deutschland kommen 55 Milliardäre. Der jüngste ist wieder Albert von Thurn und Taxis (28) mit 1,5 Milliarden. Die meisten Milliardäre (78) leben in Moskau. New York und London folgen mit 58 beziehungsweise 39 Superreichen. Unter den Top 100 sind sieben Deutsche - fünf von ihnen wurden durch Aldi und BMW reich.

Laut "Forbes" sind 117 Menschen von der Liste geflogen, weil sie nicht mehr mindestens eine Milliarde hatten. Dazu gehöre auch "Harry Potter"-Erfinderin J.K. Rowling. Dafür seien 128 andere hinzugekommen. Im Schnitt hatte jeder dieser Superreichen 3,7 Milliarden Dollar - der gleiche Wert wie vor einem Jahr. Alle zusammengerechnet verfügen über 4,6 Billionen Dollar. Das sind mehr als das Bruttoinlandsprodukt von Großbritannien und Frankreich zusammen.

Frauenquote gering

Nur 104 der Milliardäre sind Milliardärinnen. Unter ihnen ist Strumpfhosenfabrikantin Sara Blakely, mit 41 die jüngste unter allen Neueinsteigern. Die reichste Frau bleibt Christy Walton. Die Walmart-Besitzerin ist auf Platz 11. Größter Aufsteiger ist Ricardo Salinas Pliego (Platz 37). Der Mexikaner hat in einem Jahr 9,2 Milliarden Dollar gemacht und damit sein Vermögen mehr als verdoppelt. Größter Verlierer ist der indische Stahlmagnat Lakshmi Mittal. Er flog zum ersten Mal seit 2004 aus der Top Ten und ist nur noch auf Platz 21.

APA

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