Folgen des Sparpakets: 20 Prozent weniger Bauspar-Neuverträge

Die Ankündigung der Regierung im Rahmen des Sparpakets die staatliche Förderprämie für das Bausparen zu halbieren, hat zu massiven Rückgängen bei den Neuabschlüssen von Bausparverträgen geführt.

"Wir verzeichnen ein Minus von 20 Prozent bei Neuverträgen", sagte Franz Meingast, Vorstandsmitglied der Bausparkasse Wüstenrot, zur APA.

Viele Kunden würden abwarten, bis die Maßnahmen endgültig beschlossen werden, glaubt der Manager. Pro Tag würden zwischen 200 und 300 Kunden bei der Hotline von Wüstenrot anrufen, um sich über die Auswirkungen des Sparpakets auf ihre Bausparverträge zu informieren. "Die Verunsicherung ist derzeit sehr groß", sagte Meingast.

Wenn es dauerhaft zu einem Rückgang bei den Neuverträgen komme, dann werde sich das auch auf die Finanzierungsleistung der Bausparkassen auswirken. "Das sind kommunizierende Gefäße", erklärte Meingast. Insgesamt nehme das Interesse an der Bausparfinanzierung stark zu, beobachtet der Wüstenrot-Vorstand. Heuer liege man bei den Finanzierungen schon um 50 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Was die von der Finanzmarktaufsicht verlangten neuen Mindeststandards für die Information und die Werbung der Bausparkassen betrifft, meinte Meingast: "Wir werden das umsetzen, auch wenn es sehr kurzfristig ist." Die neuen Regelungen über genauere Informationen über Tarife, Zinsen und Gebühren sollen ab 30. April gelten.

APA

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