Flughafen Wien erlebt harte Gewinn-Landung

Die Gewinne beim Flughafen Wien sind 2011 deutlich abgesackt. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich gegenüber dem Jahr davor um mehr als ein Drittel von 102,3 auf 67,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Minderheiten schrumpfte um 58,3 Prozent auf 31,6 Mio. Euro.

Grund dafür seien "bereits bekannte Wertberichtigungen und Einmaleffekte", teilte der Flughafen heute, Mittwoch, in einer Ad-hoc-Aussendung mit.

Für die Aktionäre wird die Dividende auf 1 Euro je Aktie halbiert. Die Ausschüttung soll demnach 21 Mio. Euro betragen. Hauptaktionäre sind die Länder Wien und Niederösterreich mit je 20 Prozent.

Der Gesamtumsatz am Airport erhöhte sich im Vorjahr um 9 Prozent auf 582 Mio. Euro. Am 5. Juni geht der neue Terminal Skylink in Betrieb. "Nun stellen wir die Weichen für weiters Wachstum am Standort", so Vorstandsdirektor Julian Jäger. Allein die neuen Geschäfte und Gastronomiebetriebe schaffen 300 Arbeitsplätze. Insgesamt arbeiten rund 19.000 Mitarbeiter für den Flughafen.

Die Passagierzahl legte um 7,2 Prozent auf 21,1 Millionen zu, das Frachtvolumen verringerte sich um 6,2 Prozent auf 277.784 Tonnen. Die Anzahl der Flugbewegungen war bei 246.157 (2010: 246.146) stabil. "Das Jahr 2011 war ein Rekordjahr beim Passagieraufkommen und das spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wieder", sagte Jäger.

Für 2012 erwartet der Vorstand des Flughafen Wien einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von "mindestens 200 Mio. Euro" - nachdem er im abgelaufenen Jahr um 12,4 Prozent auf 189 Mio. Euro gestiegen ist. Das Ergebnis nach Steuern soll "über 50 Mio. Euro" liegen.

APA

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