Finanzierung von Gamesa-Übernahme belastet Siemens Energy

Finanzierung von Gamesa-Übernahme belastet Siemens Energy

Finanzierung von Gamesa-Übernahme belastet Siemens Energy

Der erste Schritt zur Finanzierung der Komplett-Übernahme von Siemens Gamesa hat die Aktien des deutschen Energietechnik-Konzerns Siemens Energy auf ein Allzeittief gedrückt. Das vor zwei Jahren von Siemens abgespaltene Unternehmen beschaffte sich in der Nacht zum Mittwoch über eine Pflichtwandelanleihe 960 Mio. Euro frisches Kapital, das für den 4,2 Milliarden schweren Kauf der restlichen Anteile an der angeschlagenen Windkraft-Tochter Gamesa verwendet werden soll.

Finanzchefin Maria Ferraro wertete die schnelle Platzierung als Vertrauensbeweis professioneller Investoren in die Strategie. Die Anleihe wird in drei Jahren, Mitte September 2025, in Siemens-Energy-Aktien umgetauscht, und zählt damit für die Ratingagenturen als Eigenkapital.

Die vor der Rückkehr in den DAX stehende Siemens-Energy-Aktie fiel am Mittwoch um fast sechs Prozent und lag damit zeitweise unter dem bisherigen Tiefstand von 13,36 Euro von Anfang Juli. Ein neues Tief markierten die Titel bei 13,23 Euro. "Die neue Finanzierung für Gamesa kommt nicht überraschend, der Verwässerungseffekt ist dennoch negativ für den Kurs", sagte ein Händler. Siemens Energy will sich noch weitere 1,5 Mrd. Euro Eigenkapital für die Übernahme beschaffen, etwa mit einer Kapitalerhöhung. Der Rest soll mit Krediten finanziert werden. Bis zum Jahresende soll die an der Madrider Börse notierte Siemens Gamesa vollständig zu Siemens Energy gehören. Bisher hält der deutsche Konzern 67 Prozent.

Siemens-Energy-Chef Christian Bruch baut darauf, dann in Spanien strenger durchgreifen zu können. Immer wieder war er von verfehlten Prognosen und Gewinnwarnungen von Siemens Gamesa überrascht worden.

Coca-Cola und Edeka legen Streit in Deutschland bei
Coca-Cola und Edeka legen Streit in Deutschland bei

Edeka-Bestellungen werden wieder angenommen

BMW stockt Investitionen in neues Werk in Ungarn deutlich auf
BMW stockt Investitionen in neues Werk in Ungarn deutlich auf

Etwa für zusätzliche Hochvoltbatterie-Fertigung

Unterschiedliche Sichtweisen zu Inflation und Zinsen in EZB
Unterschiedliche Sichtweisen zu Inflation und Zinsen in EZB

EZB-Chefvolkswirt: Löhne könnten Inflation noch Jahre treiben

Chinas Notenbank lockert Geldpolitik
Chinas Notenbank lockert Geldpolitik

Wegen Konjunkturschwäche und Immobilienkrise