Fed will Nullzins-Politik zwei Jahre fortsetzen

Die US-Notenbank wird die Wirtschaft der Vereinigten Staaten angesichts der weltweiten Börsenturbulenzen und der Gefahr einer neuen Rezession noch mindestens für zwei Jahre mit ultra-niedrigen Zinsen unter die Arme greifen.

Wie die Federal Reserve nach einer Sitzung ihren Offenmarktausschusses am Dienstagabend mitteilte, soll der Leitzins demnach bis "mindestens Mitte 2013 extrem niedrig bleiben".

Fed-Chef Bernanke ließ offen, ob und gegebenenfalls wann er weitere Milliarden für neue Staatsanleihenkäufe in die Hand nehmen könnte. Insgesamt hätten sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den USA zuletzt verschlechtert, besonders auf dem ohnehin gebeutelten Arbeitsmarkt.

Die Notenbank hat den Leitzins wie erwartet nicht verändert und die Zinsspanne bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Der Leitzins liegt bereits seit rund zweieinhalb Jahren auf dem Rekordtief. Die Fed hatte ihn während der globalen Finanzkrise im Dezember 2008 auf diese Spanne gesenkt.

Die europäischen Leitbörsen schlossen am Dienstag nach der jüngsten Talfahrt überwiegend im Plus. Im Verlauf standen die Indizes noch stark unter Druck. Der deutsche DAX ging dann aber mit einem moderaten Minus von 0,10 Prozent aus dem Handelstag, der ATX stieg 0,56 Prozent. Auch der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich leicht um 0,32 Prozent auf 2.294,24 Zähler. Damit konnte der europäische Referenzindex erstmals nach elf Verlusttagen in Folge wieder im Plus schließen.

Auch die New Yorker Aktienbörsen beendeten den Handelstag nach einem extrem schwankenden Geschäft dank eines fulminanten Späthandels mit deutlich festeren Kursen. Der Dow Jones Industrial Index übersprang wieder die Marke von 11.000 Punkten und kletterte um 3,98 Prozent auf 11.239,77 Zähler nach oben. Im Verlauf war der weltweit bekannteste Börsenindex kurz nach der Fed-Zinsentscheidung um bis zu 1,8 Prozent abgerutscht.

- APA

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