Fed will neues Kaufprogramm für Anleihen (QE3) starten

Im Gespräch sei ein neuartiges Programm zum Kauf von Anleihen, von dem keine neuen Inflationsgefahren ausgehen sollen, berichtete das "Wall Street Journal". Die Spekulation auf eine solche Ausweitung der sogenannten Quantitativen Lockerung (QE) der Geldpolitik gab sowohl den US-Börsen als auch den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb.

Bisher hat die Fed zwei Programme von Anleihekäufen aufgelegt, die Experten als QE1 und QE2 bezeichnen. "In den nächsten zwei oder drei Monaten ist ein QE 2.5 oder QE3-light möglich", sagte Analyst Shun Maruyama von BNP Paribas in Tokio.

Unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete die Zeitung, die Fed könnte sich bei einem nächsten Anleihe-Kauf die dafür eingesetzten Mittel für kurze Zeit zu niedrigen Zinsen zurückleihen und so dem Kreislauf die gleiche Summe Geld entziehen - im Fachjargon "Sterilisation" genannt. Aktienstratege Peter Boockvar von Miller Tabak & Co begrüßte einen solchen Ansatz als willkommenes Signal für die Märkte. Die Federal Reserve wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Die Fed wird kommende Woche zu ihrer regulären Zinssitzung zusammenkommen. Zu diesem Zeitpunkt erwarten Experten jedoch noch keinen Beschluss zu weiteren Anleihekäufen. Fed-Chef Ben Bernanke hat allerdings bereits seine Bereitschaft zu weiteren Bond-Käufen signalisiert, falls die leichte Erholung am US-Arbeitsmarkt ins Stocken gerät. Dem "Wall Street Journal" zufolge liegen dafür mehrere Optionen auf dem Tisch. So könne die Fed auch Anleihen kaufen, aber den Banken und Investoren Auflagen zur Nutzung des zusätzlichen Geldes machen.

Reuters

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