Faymann: Unterlassene ÖVAG-Rettung hätte 13 Milliarden Euro gekostet

Konsolidierungspaket nicht durch zusätzliche Zahlung belastet" - Spindelegger: 'Entscheidend, dass wir nicht in Richtung Einlagensicherung gehen mussten'.

In der Nacht auf Montag um 4.30 Uhr ist das Rettungspaket für die angeschlagene Volksbanken AG (ÖVAG) geschnürt worden, der Staat berappt dafür mehr als eine Milliarde Euro über Schuldenschnitt, Rekapitalisierung und neue Haftungen.

Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Vizekanzler Michael Spindelegger (V) machten am Dienstag nach dem Ministerrat klar, dass die Alternativen zur unfreiwilligen Teilprivatisierung für Bund bzw. Steuerzahler weitaus teurer gewesen wären. Es sei entscheidend gewesen, dass man nicht in Richtung Einlagensicherung habe gehen müssen, betonte Spindelegger.

Laut Faymann hätte im schlimmsten Fall von 10 Mrd. Euro an Leistungen aus der Einlagensicherung ausgegangen werden müssen, dazu wären Haftungen gekommen, womit das Gesamtrisiko auf 13 Mrd. Euro gestiegen wäre.

Das Aufkommen, den staatlichen Schuldenschnitt und die staatliche Rekapitalisierung in dieser Bank jetzt zu bewerkstelligen, könne aus dem Volksbankensektor und der ganzen Kreditwirtschaft gegenfinanziert werden. Es werde nicht der Steuerzahler der Zahler dieser Krise sein, sagte der Kanzler. Das Konsolidierungspaket werde nicht durch diese zusätzliche Zahlung belastet.

-Apa, Red.

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