EZB: Staatsanleihen-Kauf aus Spanien und Italien

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) signalisierten Käufe italienischer und spanischer Staatsanleihen haben am Montag eine durchschlagende Wirkung erzielt. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen fiel um 0,75 Prozentpunkte auf 5,533 Prozent. Entsprechende spanische Papiere gingen um 0,81 Punkte auf 5,221 Prozent zurück.

Die EZB hatte am Sonntagabend den Kauf von spanischen und italienischen Anleihen signalisiert. Man wolle das Anleihekaufprogramm "aktiv umzusetzen", heißt es in einer Mitteilung. Sie begrüßte die neuen Reformanstrengungen beider Länder. Laut Händlern hat die EZB bereits interveniert. Die Volumina seien aber nicht sehr hoch.

Nach Einschätzung der EU-Kommission haben Italien und Spanien trotz der aktuellen Finanzmarktturbulenzen und der sich ausweitenden Schuldenkrise indes keine Finanzhilfe der EU nötig. Ein Kommissionssprecher sagte am Montag in Brüssel, beide Länder hätten Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung gesetzt. "Wir vertrauen darauf, dass das genug ist."

Zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank, italienische und spanische Staatsanleihen aufzukaufen, sagte Kommissionssprecher Oliver Bailly, die Kommission vertraue darauf, dass die EZB die notwendigen Entscheidungen getroffen habe, um Finanzstabilität zu gewährleisten. Die Beschlüsse des Euro-Krisengipfels vom 21. Juli müssten so rasch wie möglich umgesetzt werden, sagte der Sprecher. Dabei hatten die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder beschlossen, künftig den Euro-Rettungsschirm EFSF zu ermächtigen, präventiv auf den Sekundärmärkten zu intervenieren und Banken in Euro-Ländern Geld zur Rekapitalisierung zur Verfügung zu stellen.

- APA

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