EZB senkt Leitzins für die Euro-Zone

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die Euro-Zone auf 1,25 Prozent gesenkt.

Bei der ersten EZB-Ratssitzung unter Leitung ihres neuen Präsidenten Mario Draghi verringerte die Notenbank den Zinssatz damit um 0,25 Prozentpunkte, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Beobachter waren zuvor mehrheitlich davon ausgegangen, dass die Währungshüter den Leitzins im November auf seinem bisherigen Stand von 1,5 Prozent belassen würden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre erste Zinssenkung seit Mai 2009 mit der Konjunkturflaute und nachlassendem Inflationsdruck begründet. "Der konjunkturelle Ausblick sei weiter von hoher Unsicherheit belastet", sagte der neue EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag. Zuvor hatten die Währungshüter ihren Leitzins auf 1,25 von 1,5 Prozent und die Finanzmärkte damit überrascht. Das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone werde in der zweiten Jahreshälfte sehr moderat bleiben, sagte Draghi und fügte hinzu, dass die EZB ihre Wachstumsprognose für 2012 "sehr wahrscheinlich" senken werde.

Die Entwicklung der Inflation stehe mittelfristig im Einklang mit Preisstabilität, sagte Draghi. Die Inflationsrate, die derzeit bei drei Prozent liegt, dürfte im Laufe des kommenden Jahres unter zwei Prozent fallen. Bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent spricht die EZB von stabilen Preisen.

- APA

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