EZB lässt Leitzins wie erwartet bei 1,5 %

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins wie erwartet nicht verändert. Der Leitzins bleibe bei 1,50 Prozent, teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit. Anfang April und im Juli hatte die Notenbank erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise den Leitzins um jeweils 0,25 Punkte angehoben. EZB-Präsident Trichet hatte die Schritte mit Inflationsrisiken begründet.

Spannender und höchst umstritten ist die Frage, ob die EZB wegen der Probleme in den beiden für die Stabilität der Währungsunion wichtigen Ländern Spanien und Italien abermals Staatsanleihen kaufen sollte oder nicht. In den Tagen vor der Ratssitzung waren immer wieder entsprechende Forderungen laut geworden. Das Argument der Befürworter: Nur die Zentralbank mit ihrer theoretisch unbegrenzten finanziellen Feuerkraft sei in der Lage, entsprechend stark als Käufer aufzutreten und so die Märkte wieder zu beruhigen. Kritiker wie Deutschland sperren sich jedoch gegen weitere Staatsanleihenkäufe. Die EZB hat in den vergangenen 18 Wochen keine Anleihen mehr gekauft.

Angesichts dieser Gemengelage und der möglicherweise recht engen Entscheidungen, die hinter den verschlossenen Türen des Frankfurter Euro Towers gefällt werden, dürften wohl einige der vielen derzeit urlaubenden Notenbankchefs zumindest per Telefon an der Sitzung teilnehmen und die Abstimmung nicht ihren daheimgebliebenen oder aber nach Frankfurt gereisten Stellvertretern überlassen. Trichet selbst wird sich erst nach der Sitzung in den Urlaub verabschieden.

- APA

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