Ex-Sekretärin belastet Gorbach in Telekom-Affäre

Eine ehemalige Sekretärin von Ex-Minister Gorbach soll diesen laut "News" "massiv belastet" haben. Hintergrund ist die Affäre um die Novelle der Universaldienstverordnung 2006 unter der Ägide von Gorbach, wodurch sich die Telekom Austria zehn Mio. Euro erspart haben soll - und Gorbach dafür über seine Sekretärin Jahre danach mit ca. 250.000 Euro belohnt haben soll. Gorbach bestreitet dies massiv.

Die Sekretärin soll dem "News"-Vorausbericht zufolge vor den Ermittlungsbehörden ausgesagt haben, dass der Ex-Minister die Idee gehabt habe, dass sie ein Einzelunternehmen gründen solle und er die Finanzierung bringen werde. Die Telekom-Zahlungen sollten nur ein "Umgehungskonstrukt" gewesen sein, schreibt "News". Nutznießer sei im Endeffekt Gorbach gewesen. Sie habe so einen monatlichen Nettobetrag von 4.500 Euro erhalten, das restliche von der Valora gezahlte Geld habe Gorbach zur Verfügung gestanden.

Nachdem Gorbach im Jänner 2007 mit dem Ende der schwarz-orangen Regierung als Minister ausschied, zahlte die Telekom laut "News" über die Firma Valora des Lobbyisten Peter Hochegger 264.000 Euro für die Sekretärin des Jungunternehmers Gorbach. Die Zahlung ist laut Bericht in Höhe von 33.000 Euro pro Quartal für den Zeitraum von acht Quartalen erfolgt. Der Zahlungsfluss selbst sei auch durch die dem Magazin vorliegende Buchhaltung der Hochegger-Firma belegt. Vom BZÖ wurde er nach Bekanntwerden der Vorwürfe im August des Vorjahres trotz seines vehementen Dementis ausgeschlossen.

Und auch in der Causa rund um angebliche Zahlungen der teilstaatlichen börsenotierten Telekom (A1) an das BZÖ soll es belastende Aussagen geben. Die Unterlagen zu den Ermittlungen und Einvernahmen wurden von der Justiz an den parlamentarischen Korruptions-U-Ausschuss übermittelt. In den Causen ermittelt die Staatsanwaltschaft, für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

- APA

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