Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn auf freiem Fuß

Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, ist von einem New Yorker Richter unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Dies teilte der Richter am Freitag mit. Strauss-Kahns Reisepapiere wurden einbehalten. Zuvor waren Kreisen zufolge bei den Ermittlungsbehörden massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers aufgekommen.

Die "New York Times" hatte berichte, dass die Staatsanwälte das Vertrauen in ihre wichtigste Zeugin verloren hätten, habe die Frau in der Vergangenheit doch wiederholt gelogen - unter anderem im Zusammenhang mit ihrem Asylantrag. Es gebe auch Hinweise, dass sie in Geldwäsche und Drogenhandel verwickelt sei. Zudem gebe es ein aufgezeichnetes Telefongespräch der Hotelangestellten, mit dem sie über die Möglichkeit gesprochen habe, mit Vorwürfen gegen den Franzosen Geld zu machen.

Die Frau hatte angegeben, dass Strauss-Kahn sie am 14. Mai in seinem Hotelzimmer splitternackt überfallen und zum Oralsex gezwungen habe. Er war nach seiner Festnahme zunächst auf der New Yorker Gefängnisinsel Rikers Island untergebracht. Die letzten Wochen durfte er allerdings, nach Hinterlegung einer Kaution von sechs Millionen Dollar (4,21 Mio. Euro), unter strengsten Auflagen, in einem Appartement in Manhattan wohnen. Strauss-Kahn hatte auf nicht schuldig plädiert.

- APA

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