Ex-Hypo-Chef Kulterer nach knapp drei Monaten wieder frei

Fast auf den Tag genau drei Monate nach seiner Festnahme am 13. August hat Wolfgang Kulterer am Donnerstag die Justizanstalt verlassen. Der frühere Vorstandschef der Kärntner Hypo Alpe Adria musste, so Richter Christian Liebhauser-Karl, geloben, "bis zur rechtskräftigen Beendigung des Strafverfahrens weder zu fliehen noch einen Versuch zu unternehmen, die Ermittlungen zu erschweren".

Basis der Enthaftung des Ex-Bankers war die (mit Montag, 8. November datierte) Entscheidung des Oberlandesgerichtes Graz, die eine Freilassung gegen Kaution vorsah. Gegen diese Entscheidung gab es keine Anfechtungsmöglichkeiten mehr. Kulterers Anwalt Ferdinand Lanker hatte noch am Vormittag erklärt, es werde sehr schwierig werden, die geforderte Summe von einer halben Million Euro aufzubringen, Kulterer habe "nicht mehr viele Freunde". Bis zu Mittag hatte er es dann aber doch geschafft.

Kulterer ist wegen Untreue in zwei Fällen angeklagt, die damit zusammenhängende Schadenssumme beträgt 2,15 Mio. Euro. Ein Termin für den Schöffenprozess, bei dem es um die Kreditvergaben an Styrian Spirit und Dietmar Guggenbichler geht, steht vorerst noch nicht fest.

Für 14.00 Uhr war allerdings die erste Tagsatzung im Arbeitsgerichtsverfahren angesetzt, das die Hypo Alpe Adria Bank gegen ihren ehemaligen Vorstandsdirektor und zwei weitere Manager anstrengt. Es geht ebenfalls um diese beiden Kredite, die Bank will Schadenersatz.

- APA

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