Eurozone: Leistungsbilanz dreht wieder ins Defizit

Eurozone: Leistungsbilanz dreht wieder ins Defizit

Eurozone: Leistungsbilanz dreht wieder ins Defizit

Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach einem Überschuss wieder ein Defizit verbucht. Das Minus betrug im Juli etwa 20 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte. Im Juni war noch ein Überschuss von 4 Milliarden Euro vermeldet worden. Davor hatte es drei Defizite in Folge gegeben. Normalerweise weist die Eurozone einen deutlichen Überschuss in der Leistungsbilanz aus, nicht zuletzt aufgrund des regen Warenexports in andere Wirtschaftsräume.

Belastet wurde die Handelsbilanz im Juli durch hohe Importpreise von Energie und Rohstoffen. Zudem werden die Exporte durch die schwächelnde Weltwirtschaft gedämpft. Im Juli wurde in der Warenbilanz ein Defizit von 18 Milliarden Euro verbucht.

Gestützt wurde die Leistungsbilanz dagegen durch einen Überschuss in der Dienstleistungsbilanz (10 Milliarden Euro) und der primären Einkommensbilanz (3 Milliarden Euro). Dem stand ein Defizit in der sekundären Einkommensbilanz von 15 Milliarden Euro entgegen. In dieser Bilanz werden Übertragungen erfasst, denen keine Gegenleistung entgegensteht. Dazu zählen beispielsweise Zahlungen an internationale Organisationen oder die Entwicklungshilfe.

In der Leistungsbilanz werden der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen abgebildet. Sie stellt damit den volkswirtschaftlichen Austausch der Eurozone mit Ländern außerhalb des Währungsraums dar.

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