Europas Börsen wieder unter Druck

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel erneut Kurseinbrüche hinnehmen müssen. Nach einem sehr kurzfristigen Erholungsversuch mit positiven Vorzeichen im Eröffnungshandel rutschten die Indizes wieder rasch ins Minus und beschleunigten damit ihre anhaltende Talfahrt. Um 10.30 Uhr sackte der DAX in Frankfurt um 6,2 Prozent auf 5.556,11 Punkte ab.

Vom neuerlichen Ausverkauf an den europäischen Börsen wurde auch der Wiener Leitindex hart getroffen. Erstmals seit Juli 2009 ist der ATX wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Punkten gerutscht. Gegen 11.15 lag das Börsenbarometer bei 1.986,70 Punkten, das entspricht einem Minus von 6,64 Prozent. Bereits den zehnten Tag in Folge notiert der ATX nun tief in der Verlustzone.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 ging um 2,82 Prozent auf 2.222,39 Punkte zurück und tendiert damit bereits den zwölften Tag in Folge mit Verlusten.

An den Märkten nehmen die Ängste vor einer erneuten US-Rezession sowie die Sorgen um die Schuldenkrisen kein Ende, die Nervosität und Risikoaversion der Investoren bleibt ungebrochen hoch. Besondere Aufmerksamkeit gilt nun auch dem bevorstehenden Offenmarktausschuss der US-Notenbank. Bei diesem könnten neue Anleihen-Ankaufprogramme zur Stützung der US-Konjunktur angekündigt werden.

Auch in Asien hat sich der Negativtrend am Dienstag fortgesetzt. Der Tokioter Aktienmarkt beendete den Handel mit etwas schwächeren Notierungen. Der Nikkei-225 Index ging um 153,08 Punkte oder 1,68 Prozent auf 8.944,48 Zähler zurück. Der japanische Leitindex fiel damit erstmals seit Mitte März wieder unter die 9.000-Punkte-Marke. Der Nikkei konnte sich zum Ende aber immerhin deutlich erholen, nachdem er in den ersten Handelsstunden noch bis auf 8.656,79 Punkte gefallen war. Der Topix Index schloss mit 770,39 Einheiten und einem Abschlag von 12,47 Punkten oder 1,59 Prozent.

- APA

Wirtschaft

12 Fragen: Den Brexit verstehen

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Versicherung

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession

Wirtschaft

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession