Europas Bankensektor unter Druck

Die Aktien von UniCredit sind am Donnerstag vom Handel ausgesetzt worden. Für die Wiederaufnahme des Handels war ein Minus von rund acht Prozent indiziert. Bereits am Mittwoch waren UniCredit-Titel um 14,5 Prozent eingebrochen, nachdem eine Kapitalerhöhung für die Großbank enttäuschend verlaufen war.

Auch der italienische Leitindex kam am Donnerstag unter die Räder, er rutschte um 1,5 Prozent und damit deutlich mehr als andere europäische Indizes. Abgabedruck lastete ebenfalls auf dem gesamten europäischen Bankensektor, der Branchenindex fiel um 1,9 Prozent. Im deutschen Dax verloren Commerzbank 4,3 Prozent und Deutsche Bank 3,3 Prozent, in Paris rutschten Societe Generale um knapp fünf Prozent ab. In Österreich verloren Erste Group und Raiffeisen mehr als 4 Prozent.

Societe Generale baut 1.580 Stellen ab

Im Zuge ihres Sparplans streicht die französische Großbank Societe Generale in diesem Jahr 1.580 Stellen weltweit, davon 880 in Frankreich. Der Sparplan werde in Frankreich ab Anfang April ohne Kündigungen umgesetzt, versicherte die Leitung der Bank am Mittwochabend in Paris. Eine entsprechende Zusicherung gab es für die Mitarbeiter im Ausland indes nicht. Betroffen ist die Finanzierungs- und Investmentsparte der Gruppe. Die Bank hat weltweit etwa 160.000 Angestellte, davon 40.000 in Frankreich.

Auch andere französiche Großbanken bauen ab

Die Societe Generale war unter anderem durch die Schuldenkrise in Griechenland und in anderen Euro-Ländern schwer unter Druck geraten. Zuletzt hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit der Bank im Dezember herabgestuft. Auch die französischen Großbanken BNP Paribas und Credit Agricole hatten Einsparungen angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes angekündigt. BNP Paribas hatte Mitte November den Wegfall von weltweit 1.400 Stellen angekündigt, Credit Agricole streicht insgesamt 2.350 Arbeitsplätze.

-APA, Red

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